12 Okt 2021

BY: Ute Magiera

Aktuelles

Grüne Schleife als Zeichen der Toleranz

Der 10. Oktober ist der Internationale Tag der seelischen Gesundheit. Anlässlich dieses Tages werben der Geschäftsführer Klaus Hahn und die Fachliche Leiterin Katharina Hegge der Reha GmbH Lengerich sowie Jürgen Frommer und Rainer Wyrobek als Betroffene für mehr Toleranz für psychisch Erkrankte. Um dies auch nach außen hin sichtbar zu machen, tragen sie die Grüne Schleife. Sie ist das internationale Symbol für eine Gesellschaft, die offen und tolerant mit psychischen Erkrankungen umgeht.

Zeichen für Akzeptanz setzen

„Fast jeder Dritte erkrankt hier in Deutschland im Zeitraum eines Jahres an einer psychischen Erkrankung,“ erläutert Hahn den Hintergrund. „Aus diesem Grund hat das Aktionsbündnis Seelische Gesundheit die Initiative Grüne Schleife ins Leben gerufen. Jeder, der die Grüne Schleife trägt, setzt ein Zeichen für Akzeptanz und gegen Ausgrenzung!“

Das Leben selber in die Hand nehmen

Jürgen Frommer (67) und Rainer Wyrobek (62) haben sich schon vor langer Zeit entschieden, zu ihrer psychischen Erkrankung zu stehen und offen damit umzugehen. Beide freuen sich, dass sie sich ein gutes Leben aufbauen konnten, sowohl beruflich als auch privat. „In akuten Krankheitsphasen habe ich nicht geglaubt, dass ich einmal so ein schönes Leben haben werde“, so Wyrobek. Um auch anderen Betroffenen die Gelegenheit zu geben, sich in einem vertrauten Kreis auszutauschen, leiten die beiden Freunde seit 2009 eine Selbsthilfegruppe in Eigenregie. Hervorgegangen ist sie aus einer Kontaktgruppe des Amtes für Soziale Dienste des Kreises Steinfurt. Alle vierzehn Tage trifft sich die Gruppe in den Räumen oder im Garten der Reha GmbH Lengerich. „Wir sind ein bisschen stolz darauf, dass wir die Gruppe über so viele Jahre am Leben halten konnten,“ so Frommer. Nun gehe es darum, dass jüngere Menschen der Gruppe auch langfristig eine Perspektive gäben. Daher freuen sich Wyrobek und Frommer über neue Interessierte für die Selbsthilfegruppe.

Individuelle Hilfsangebote

Es gelingt jedoch nicht jedem, der von einer psychisch Erkrankung betroffen ist, sich ein stabiles Leben aufzubauen. Viele Betroffene müssen sich jeden Tag aufs Neue den Herausforderungen des Alltags stellen. Die Reha GmbH hilft mit ihren Angeboten, die Lebensqualität psychisch kranker oder behinderter Menschen nachhaltig zu verbessern.

01 Okt 2021

BY: Ute Magiera

Aktuelles

Therapieboxen stärkt Selbstvertrauen

Boxen für die seelische Gesundheit

Anhand der Atemfrequenz hört man, dass das Training anstrengender ist als es aussieht. Silvia* setzt gezielte Boxschläge auf die Schlagpolster ihres Boxpartners. Seit fast zwei Jahren boxt Silvia unter Anleitung des Ergotherapeuten und therapeutischen BoxCoaches Michael Schulte-Laggenbeck. Die Trainingsstunden dienen jedoch nicht primär der körperlichen Fitness, sondern der seelischen Gesundheit. Silvia ist Klientin des Ambulant Betreuten Wohnens der Reha GmbH Lengerich und findet durch das therapeutische Boxen psychische Stabilität.

Positive Körperwahrnehmung

Michael Schulte-Laggenbeck bietet diese besondere Therapieform in der Ergotherapiepraxis der Reha GmbH an. Das Therapieboxen unterscheidet sich vom Kampfsport insofern, dass das eigene Wahrnehmen und Erleben im Vordergrund stehen. Die Übenden entladen ihren Frust und Stress gezielt beim Schattenboxen, beim Training mit dem Sandsack oder einem Partner. Der achtsame und respektvolle Umgang miteinander ist dabei ein wichtiger Aspekt. „Viele Klientinnen und Klienten nehmen ihren Körper durch das therapeutische Boxen positiv wahr. Sie bauen so Anspannungen ab, Ängste können reduziert und stressige Situationen im Alltag besser bewältigt werden,“ beschreibt Schulte-Laggenbeck einige der therapeutischen Effekte.

“Ich habe durch die Therpie mehr Selbstvertrauen aufgebaut”

Wie das gesamte Angebot der Reha GmbH Lengerich gestaltet Schulte-Laggenbeck auch das 60minütige therapeutische Boxen individuell. Gemeinsam mit den Klientinnen und Klienten setzt Schulte-Laggenbeck unterschiedliche Schwerpunkte. Ob Burnout, Depressionen oder Suchterkrankungen – viele der Klientinnen und Klienten fühlen sich durch das regelmäßigem Training seelisch gestärkt. Auch Silivia kann das bestätigen. „Ich habe in den vergangenen zwei Jahren deutlich mehr Selbstvertrauen aufbauen können. Das stabilisiert mich und hilft mir auch in anderen Lebenslagen,“ so ihr Resümee.

*Der Name wurde geändert.

26 Sep 2021

BY: Ute Magiera

Aktuelles

Ledder Werkstätten

Zum 1. März 2022 tritt der Diplom-Betriebswirt und promovierte Politikwissenschaftler Dr. Frank Plaßmeyer die Nachfolge von Ralf Hagemeier als Geschäftsführer der Ledder Werkstätten GmbH, der Muttergesellschaft der Reha GmbH Lengerich, an. Ralf Hagemeier geht im kommenden Jahr nach 21 Jahren in der Leitung der größten diakonischen Einrichtung im Evangelischen Kirchenkreis Tecklenburg in den Ruhestand. Weitere Informationen auf der Webseite der Ledder Werkstätten.

 

Kirsten Riering ist die neue Tagesstättenleitung 29 Aug 2021

BY: Ute Magiera

Aktuelles

Neue Tagesstättenleitung

Kirsten Riering neu im Team

Die Tagesstätte „Die Villa“ der Reha GmbH hat eine neue Leitung. Zum 1. August 2021 übernahm Kirsten Riering diese Position. Die 32-Jährige studierte an der Fachhochschule Münster Soziale Arbeit mit dem Schwerpunkt „Systemische Beratung“. Bei dieser Form der Beratung geht es darum, Klientinnen und Klienten in ihren Lebenssituationen zu stabilisieren und persönliche Kompetenzen herauszuarbeiten. Und genau das ist auch das Ziel, das die Tagesstätte mit ihrem Angebot verfolgt: Das Team der „Villa“ unterstützt seine Besucherinnen und Besucher dabei, individuell ihre Fähigkeiten zu stärken und zu nutzen – unabhängig von ihren psychsichen Erkrankungen. Weitere Informationen zur Tagesstätte gibt es hier.

Von 2012 bis 2020 arbeitete Kirsten Riering in zwei kinder- und jugendpsychiatrischen Einrichtungen und sammelte in interdisziplinären Teams mehrere Jahre Berufserfahrung. Direkt nach ihrem Studium verbrachte sie im Rahmen des Bundesfreiwilligendienstes ein Jahr in Chile in der Obdachlosenhilfe. Schon während ihres Studiums unterstützte sie die Bahnhofsmission in Münster und betreute obdachlose Menschen. Der berufliche Kontakt mit Menschen aller Altersgruppen ist ihr also nicht fremd.

Die Tagesstätte gemeinsam weiterentwickeln

Gemeinsam mit Andrea Breitenfeld, Hendrik Rahe und Michael Schulte-Laggenbeck möchte Kirsten Riering zukünftig die Angebote der Tagesstätte kreativ mitgestalten und durchführen. Aber auch die Weiterentwicklung der Einrichtung und die Umsetzung des Bundesteilhabegesetzes gehören zu den Aufgaben der neuen Tagesstättenleiterin. „Mich beeindruckt der kreativ-schöpferische Geist in der Tagesstätte. Ich freue mich darauf, in diesem Sinne im Team und gemeinsam mit den Besucherinnen und Besuchern die Weiterentwicklung zu gestalten,“ so Kirsten Riering mit Blick auf ihre zukünftigen Aufgaben.

Im Namen der Kolleginnen und Kollegen und der Geschäftsführung der Reha GmbH heißt Katharina Hegge die neue Kollegin willkommen. „Wir wünschen Kirsten einen guten Einstieg und sind uns sicher, dass sie die Herausforderungen gut meistern wird“.

 

09 Aug 2021

BY: Ute Magiera

Aktuelles

Coronagerechtes Sommerfest

Danke für den Einsatz in der Pandemie

Ein Stück Normalität ist nach den langen Monaten der Einschränkungen durch die Corona-Pandemie zurück gekehrt: Rund 60 Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter der Reha GmbH trafen sich am Freitag, den 6. August Nachmittags im Garten an der Bodelschwinghstraße zu einem Sommerfest. In der lauschigen Atmosphäre plauderte es sich bei Fingerfood, Bratwürstchen und Getränken besonders gut. „Mit dem Fest bedanken wir uns bei der gesamten Belegschaft für die hervorragende Arbeit, für die Unterstützung und das Duchhaltevermögen in der Pandemie“, begrüßte Katharina Hegge als Fachliche Leitung zu Beginn des Festes.

Noch ein kleiner Abschied

Das Sommerfest war gleichzeitig ein verspätetes Abschiedsfest für den ehemaligen Geschäftsführer Herbert Isken, der schon seit Mai im Ruhestand ist (weitere Infos hier). Auch einige Bewohnerinnen und Bewohner des Stationären Wohnens nahmen an dem Fest teil. Sie nutzen die Gelegenheit, um sich nachträglich von Herbert Isken mit einer kleinen Gesangseinlage und Geschenken zu verabschieden und mit einem Glas (alkoholfreien) Sekt anzustoßen.

Hoffen auf ein gutes Winterhalbjahr

Das unberschwerte Fest im Freien war möglich, da alle Feiernden bereits im Frühjahr die zweite Impfung erhalten haben (weitere Infos hier). „Wir hoffen, dass das Pandemiegeschehen im Herbst und Winter unter Kontrolle bleibt und wir dieses Jahr sogar wieder an eine Weihnachtsfeier denken können“, blickt der Vewaltungsleiter Heinrich Robertus voraus.


29 Jun 2021

BY: Ute Magiera

Aktuelles

Große Freude über Spende

Belegschaft von Bischof und Klein engagiert sich

Fast 600 Euro spendete die Belegschaft von Bischof und Klein an die Reha GmbH Lengerich. Die Unternehmensleitung stockte den Betrag um die gleiche Summe auf, so dass die Reha Gmbh rund 1200 Euro erhielt. Damit fließt die Spende in die Unterstützung von psychisch kranken Menschen vor Ort. Genauer gesagt: je zur Hälfte in die Kontakt- und Beratungsstelle Café Regenbogen in der Bahnhofstraße sowie in die Tagesstätte „Die Villa“ – zwei der vielen Angebote der Reha GmbH.

Kaffe- und Essservice für das Regenbogen

Jörg Achterberg leitet das Café Regenbogen seit vielen Jahren. Gemeinsam mit seinen Kolleginnen Jacqueline Gaddi und Heike Förster freute er sich, dass er für das Geld ein neues Kaffee- und Essservice sowie ein Besteckset und fünf neue Thermoskannen bestellen konnte. „Wir haben ein schlichtes weißes und zeitloses Design gewählt und finden es sehr schön, dass unser in die Jahre gekommenes Geschirr nun Dank dieser Spende ausgetauscht wird,“ so Achterberg.

Tablets für die Tagesstätte “Die Villa”

Die Tagesstätte investierte die Spende in den Kauf von zwei Tablets. „Wir haben einen hohen Anteil junge Klientel,“ erläutert Michael Schulte-Laggenbeck, Mitarbeiter der Tagesstätte „Die Villa“. „Mit den Tablets können unsere Besucherinnen und Besucher Informationen zeitgemäß digital recherchieren, beispielsweise Rezepte für die regelmäßigen Kochaktionen. Und die älteren Klienten und Klientinnen bekommen mit den Tablets Zugang zu den neuen Technologien“, so Schulte-Laggenbeck weiter. Genutzt werden die Tablets aber nicht nur zu Recherchezwecken. Sie werden mit Wortfindespielen oder Logikrätseln auch zur Förderung der Hirnleistung eingesetzt. 

Dank für die solidarische Geste

„Wir möchten uns bei der Belegschaft und der Unternehmensführung von Bischof und Klein für das tolle soziale Engagement bedanken,“ sagt Klaus Hahn, Geschäftsführer der Reha GmbH Lengerich. Dabei freue er sich nicht nur über die finanzielle Unterstützung, sondern auch über die solidarische Geste der Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter und der Firma Bischof und Klein, die den gesellschaftlichen Zusammenhalt in Lengerich damit nachhaltig fördere.

Tagesstrukturiernde Angebot geben Halt

Sowohl das Café Regenbogen als auch die Tagesstätte „Die Villa“ gehören zu den sogenannten tagesstrukturierende Angeboten der Reha GmbH. Das Café Regenbogen ist einerseits ein bunter und lebhafter Treffpunkt für Menschen mit und ohne psychische Erkrankungen. Ob beim Pool-Billard, einem Gesellschaftsspiel oder einfach bei Kaffee und selbstgebackenem Kuchen – hier finden die Gäste vielfältige Möglichkeiten zum Austausch und zur Freizeitgestaltung. Das Café Regenbogen ist aber auch eine Beratungsstelle. Bei psychischen Krisen finden Betroffene oder Angehörige hier unbürokratische und schnelle Hilfe ohne Terminvergabe und lange Wartezeiten. In die Tagesstätte „Die Villa“ kommen täglich 19 psychisch erkrankte Besucherinnen und Besucher. Durch arbeits- und ergotherapeutische Angebote sowie Freizeit- und Bildungsangebote werden sie geschult, den Alltag besser zu bewältigen und vergrabenen Fähigkeiten wieder zu reaktivieren.

 

Heinrich Robertus und Katharina Hegge unterstützen als neue Leitungsebene den Geschäftsführung 04 Jun 2021

BY: Ute Magiera

Aktuelles

Neue Leitungsebene

Neue Verwaltungs- und Fachliche Leitung

Die Reha GmbH arbeitet seit dem 1. Januar 2021 mit einer neuen Leitungsstruktur. Katharina Hegge und Heinrich Robertus unterstützen in ihren neu geschaffenen, leitenden Funktionen den Geschäftsführer Klaus Hahn. Die Neustrukturierung wurde nach dem altersbedingten Weggang von Herbert Isken, einem der beiden Geschäftsführer, erforderlich (siehe Aktuelles). Hegge übernimmt die Fachliche Leitung, Robertus ist für alle Angelegenheiten rund um den Verwaltungsapparat verantwortlich.

Der Mensch im Mittelpunkt

Gemeinsam mit der Geschäftsführung und den Ledder Werkstätten als Gesellschafter möchten Hegge und Robertus die Reha GmbH strukturell festigen und fachlich qualifiziert für die Zukunft aufstellen. Die Weiterentwicklung sozialpsychiatrischer Versorgungskonzepte, bei denen der Mensch im Mittelpunkt steht und gleichzeitig die Wirtschaftlichkeit im Auge behalten wird – das wird die zukünftige Herausforderung für die Reha GmbH und damit auch für Hegge und Robertus sein.

Katharina Hegge verfügt über jahrzehntelange Erfahrung in der Arbeit mit psychisch kranken Menschen. Nach dem Studium der Sozialarbeit arbeitete sie seit 1990  für den Förderkreis Lengerich (seit 2018 Reha GmbH) in den Wohnstätten an der Bergstraße, zunächst als pädagogische Mitarbeiterin und ab 2016 als Hausleitung. Für ihre zukünftige Arbeit als Fachliche Leitung der Reha GmbH liegt ihr besonders die Sozialpsychiatrie mit ihrer ganzheitlichen Betrachtungsweise am Herzen. „Wir wollen unseren Klientinnen und Klienten ein Umfeld bieten, in dem sie sich individuell weiter entwickeln und ihre Lebensqualität verbessern können,“ so Hegge.

„Die Reha GmbH hat sich schnell entwickelt und die Verwaltungsstrukturen müssen ständig an neue Anforderungen angepasst werde“, beschreibt Robertus seine Aufgaben. Für diese Herausforderung ist er durch seine Ausbildungen und langjährige Tätigkeit bei den Ledder Werkstätten gut gerüstet, in denen er während seines Zivildienstes im Jahre 2004 sein Herz für den sozialen Bereich entdeckte. Es schloss sich eine Ausbildung als Industriekaufmann bei den Ledder Werkstätten an, denen er auch in der folgenden Zeit als Mitarbeiter in der Personalabteilung treu blieb. Von 2016 bis 2019 absolvierte Robertus nebenberuflich eine Weiterbildung zum Management in sozialen Organisationen und erwarb Kompetenzen wie Personalführung und Controlling in Non-Profit-Organisationen.

„Bei unserer Arbeit leitet uns ein humanistisches Weltbild und der Respekt vor den Menschen“, da sind sich Hegge und Robertus einig. Sie möchten sich auch zukünftig mit dem Team der Reha GmbH für psychisch kranke und geistig behinderte Menschen stark machen.

Das Ärzteteam Lange/Freie impfte vor Ort 28 Mai 2021

BY: Ute Magiera

Aktuelles

Impfaktion in der Reha GmbH

Impfangebot für alle MitarbeiterInnen der Reha GmbH

Die Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter der Reha GmbH hatten in den letzten Wochen die Möglichkeit, sich in einer gesonderten Impfaktion gegen Covid-19 impfen zu lassen. Fast alle der mehr als 90 Mitarbeitenden der Reha GmbH nahmen das Angebot dankend an. „Ich bin über das Impfangebot sehr erleichtert und froh, dass wir uns hier so unkompliziert impfen lassen können“, so Emmely Bruns, die als Sozialpädagogin mit psychisch erkrankte Menschen im Ambulant Betreuten Wohnen arbeitet. Auch weiterhin werden sich natürlich alle streng an die Hygieneregeln halten. „Aber das mulmige Gefühl ist nicht mehr da“, resümiert Bruns.

Ärzteteam impft vor Ort

Das Ärzteteam der Gemeinschaftspraxis Dr. Oliver Lange und Anette Freie aus Lengerich sowie der Praxis Dr. Lothar Eitemüller verabreichten den m-RNA-Impstoff Moderna. Geimpft wurde am 27. März und am 8. Mai in der zum Impfzentrum umfunktionierten Geschäftsstelle der Reha GmbH an der Bodelschwinghstraße 4. Am Ende des zweiten Impftages blieben drei Impfdosen übrig, mit denen Mitglieder der Freiwilligen Feuerwehr Tecklenburg beglückt wurden.

MitarbeiterInnen in Impfgruppe 2

Die Impfungen waren möglich, da die Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter der Reha GmbH als Anbieter der Eingliederungshilfe zur Impfgruppe 2 mit hoher Priorität zählen. Damit nicht jeder der Kolleginnen und Kollegen mit entsprechenden Bescheinigungen des Arbeitgebers im Impfzentrum vorstellig werden musste, organisierten Katharinna Hegge und Heinrich Robertus, Leitungsteam der Reha GmbH, die Impfungen gesammelt und vor Ort. Inzwischen sind auch alle Bewohnerinnen und Bewohner des Stationären Wohnens geimpft.

07 Mai 2021

BY: Ute Magiera

Aktuelles

Abschied für Herbert Isken

Geschäftsführer Herbert Isken geht nach 31 Jahren in den Ruhestand

Zum 1. Mai 2021 verabschiedete sich mit Herbert Isken einer der beiden Geschäftsführer der Reha GmbH für Sozialpsychiatrie in Lengerich  in den Ruhestand. Seit dem 1. Oktober 1989 war Isken dort zunächst als Fachkraft und später als Geschäftsführer angestellt.

Inoffizieler Abschied in kleiner Runde

Es war eine sehr kleine Runde, die sich am Nachmittag des 30. April zur inoffiziellen Verabschiedung von Herbert Isken in der Geschäftsstelle an der Bodelschwinghstraße traf: Klaus Hahn als Geschäftsführer, Katharina Hegge und Heinrich Robertus als fachliche Leitungskräfte, Jörg Achterberg und Stefan Lagemann als Vertreter der Mitarbeiter und Sigrid Wallmann-Holdsch als Vorstandsmitglied des früheren Reha-Vereins würdigten die Leistungen Iskens und ließen alte Erinnerungen wiederaufleben. Eine größere offizielle Verabschiedung ist für später geplant, sobald die Pandemie das zulässt.

Klaus Hahn bedankte sich bei seinem langjährigen Kollegen und Weggefährten: „Du hast dem Reha-Verein, beziehungsweise der späteren Reha GmbH stets neue Impulse gegeben und in die richtige Richtung gestoßen“. Dabei würdigte Hahn vor allem das vielfältige Engangement von Isken. Der studierte Diplom-Pädagoge war außer als Geschäftsführer für den Reha-Verein, seit Mai 1996 mit einer halben Stelle auch Wohnstättenleiter der drei Wohnheime des Lengericher Förderkreises. Außerdem engagierte er sich für viele andere Projekte. Besonders, so Hahn, sei die sozialpsychiatrische Netzwerkarbeit hervorzuheben. Isken habe als einer der Initiatoren mit der Gründung des Gemeindepsychiatrischen Verbundes die Entwicklung der Versorgungsregion nachhaltig positiv beeinflusst.

Jörg Achterberg bedankte sich bei seinem „Chef und Kollegen“ Herbert Isken für die vielen gemeinsamen Jahre und überreichte im Namen aller Mitarbeiter ein Abschiedsgeschenk: Eine „Outdoor“-Feuerschale für gemütliche Ruheständler-Abende im heimischen Garten!

Mit viel Herzblut bei der Sache

Herbert Isken selber hat seine Arbeit in all den Jahren viel Spaß gemacht und er würde alles genau so noch einmal machen.  „Wir konnten in den vergangenen Jahrzehnten viele Ideen verwirklichen und in unsere Arbeit ist viel Herzblut geflossen. Darüber hinaus war die Zusammenarbeit mit den Kolleginnen und Kollegen für mich sehr erfüllend. Es sind Freundschaften entstanden und das ist mehr als man erwarten darf“, so Isken. Aber getreu nach dem Motto „Niemals geht man so ganz“ wird Isken die Geschicke der Reha GmbH noch die nächste Zeit begleiten und den fachlichen Leitungskräften, Katharina Hegge und Heinrich Robertus, beratend zur Seite stehen. Für die Zeit danach gibt es auch schon Pläne: Familie, Reisen und Garten werden den frisch gebackenen Rentner auf Trab halten.

Hilfreich: Orientierung bietet die selbst erstellte vegane Nahrugspyramide 30 Apr 2021

BY: Ute Magiera

Aktuelles

Eine Woche vegan leben

Was Neues wagen

Die Kichererbsen sind gekocht und püriert. Gleich wird Alexander – er ist heute zum Kochen eingeteilt – die Masse mit Petersilie mischen, mit Fingerspitzengefühl zu kleinen Bällchen formen und in der Pfanne brutzeln lassen. Noch ein Fladenbrot dazu und fertig ist das Mittagessen für Alexander und seine 14 Mitbewohnerinnen und -bewohner der Wohnstätte Rahestraße der Reha GmbH in Lengerich. Das Besondere an diesem Essen: Es ist vegan. Und nicht nur heute kommt rein veganes Essen auf dem Tisch, sondern die Wohngemeinschaft experimentiert bereits seit einer Woche mit veganen Zutaten und ernährt sich ohne tierisches Eiweiß.

Zeitgemäße und gesunde Ernährungsweise testen

„Die Idee hinter der veganen Woche ist, dass wir eine zeitgemäße und gesündere Ernährungsweise ausprobieren wollten“, erzählt Jana Schulte, Leiterin der Wohneinrichtung. „Außerdem wollten wir einen Impuls setzen und dazu anregen über das Wohl der Tiere nachzudenken“. Deshalb bereiteten sich die Bewohnerinnen und Bewohner auch theoretisch auf die vegane Woche vor. Aus welchen Lebensmitteln setzt sich eigentlich unser Essen zusammen und welche Nahrungsmittel sind überhaupt vegan? Um das herauszufinden, legten die Bewohnerinnen und Bewohner eine alltägliche Mahlzeit mit Bildern und ordneten die Lebensmittel in tierische und nicht-tierische Kategorien. Mit diesem Wissen wurde eine vegane Ernährungspyramide erstellt, die während der Woche zur Orientierung diente. Das gemeinsam Kochen war ein weiterer wichtiger Aspekt der veganen Woche.

Der Speiseplan wird zukünftig abwechslungsreicher sein

Aber wie kam das vegane Essen bei der Wohngemeinschaft an? „Lecker“ ist die Meinung unisono. Auf die selbst hergestellten Brotaufstriche aus Bohnen, Tomaten oder Kichererbsen möchten die Bewohnerinnen und Bewohner in Zukunft nicht mehr verzichten. Das vegane Gyros habe mit Abstand am leckersten geschmeckt und man merke gar nicht, dass man ohne Fleisch oder anderen tierische Zutaten esse. Dem einen oder anderen hat aber doch mal der Wurstaufschnitt zum Frühstück gefehlt und der Hunger habe sich auch gelegentlich schneller gemeldet. Aber allen hat es sehr viel Spaß gemacht, mal was Neues auszuprobieren. Ein „Veggie-Tag“ pro Woche werde es in Zukunft auf jeden Fall geben. Und das Essens-Repertoire ist nun um einige leckere vegane Varianten reicher.