Öffnung mit Auflagen: Das Foto zeigt eine Aussenaufnahme der Villa, in der die Tagesstätte untergebracht ist. Im Vorgarten stehen Skulpturen. Im Fenster spiegelt sich ein gegenüberliegendes gelbes Gebäude. 19 Mai 2020

BY: Reha GmbH

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Öffnung mit Auflagen – Tagesstätte „Die Villa“ nimmt eingeschränkt Betrieb auf

Wiedersehensfreude in der „Villa“: Über zwei Monate lang musste die Tagesstätte wegen der Corona-Pandemie vorsorglich schließen. Jetzt ist eine schrittweise Öffnung mit Auflagen wieder möglich.

Ab dem 18. März durften die Nutzerinnen und Nutzer die „Villa“ nicht mehr betreten. Dies hatte ein Erlass des nordrhein-westfälischen Gesundheitsministeriums geregelt. Mit viel Engagement und Kreativität waren die Mitarbeitenden weiter für die Klienten da: es fanden täglich virtuelle Gruppentreffen und regelmäßige Telefonate statt. Auch persönliche Begegnungen waren unter Beachtung der Hygiene- und Abstandsregeln möglich.

Umfangreiches Schutzkonzept soll Ansteckung verhindern

Blick auf die Aussentreppe der Villa, die zum Eingang führt und auf der die Gehrichtungen mit schwarz-gelbem Klebeband markiert sind.Wenn jetzt die Tagesstätte wieder ihren Betrieb aufnimmt, wird sehr vieles anders sein als vor der Schließung. Leiterin Bärbel Brengelmann-Teepe hat ein fast zehnseitiges Konzept mit Schutzmaßnahmen entwickelt und beim Landschaftsverband Westfalen-Lippe als Kostenträger eingereicht. Zuvor hatten Ordnungs- und Gesundheitsamt die Schutzmaßnahmen genehmigt. Um eine Ansteckung von Nutzenden und Mitarbeitenden zu verhindern, müssen nun alle hohe Sicherheitsauflagen beachten.

Die wohl gravierendste Änderung ist: Um die Abstandsregeln einhalten zu können, dürfen sich im Moment nicht mehr alle Klientinnen und Klienten gleichzeitig in der Villa aufhalten. „Wir mussten zwei Gruppen bilden und eine Lösung finden, wie diese Gruppen getrennt voneinander die Tagesstätte weiternutzen können“, berichtet Bärbel Brengelmann-Teepe. Bei dieser Entscheidung zog die Sozialpädagogin die Klientinnen und Klienten aktiv mit ein. Gemeinsam diskutierten sie verschiedene Modelle.

Aufteilung in zwei Gruppen

Die Entscheidung fiel schließlich auf die tageweise Öffnung der Villa für die einzelnen Gruppen. Das bedeutet: In der einen Woche kommt Gruppe 1 jeweils montags, mittwochs und freitags von 10:00 bis 15:00 Uhr in die Tagesstätte und die Gruppe 2 zur selben Uhrzeit dienstags und donnerstags. In der folgenden Woche tauschen die Gruppen die Wochentage.

Insgesamt sieht das Sicherheitskonzept umfangreiche Maßnahmen für die Mitarbeitenden, die Klientinnen und Klienten sowie die Ausgestaltung und Nutzung der Räume vor. Darüber hinaus gibt es noch Regelungen für die Gruppentreffen und Pausenzeiten sowie die Zutrittsvoraussetzungen. Für letztere sind unter anderem das tägliche kontaktlose Messen der Körpertemperatur, das Anlegen einer Mund-Nasen-Maske, Händedesinfektion sowie das Ausfüllen eines kurzen Formulars erforderlich.

Die zwei verschiedenen Gruppen werden beim tagesstrukturierenden Angebot in Kleingruppen aufgeteilt. Diese machen zu unterschiedlichen Zeiten Pause und arbeiten mit fest zugeordneten Mitarbeitenden zusammen. „So soll im Fall einer Infektion eine Ausbreitung des Virus auf die anderen Nutzer und Kollegen möglichst verhindert werden.“

Markierungen und Plexiglasscheiben

Um die Einhaltung der Abstandsregeln gewährleisten zu können, hat die Villa-Leiterin mehrere Tage mit den Hausmeistern die Räume sowie den Außenbereich vorbereitet. Markierungen auf dem Boden, Plexiglasscheiben und Absperrbänder gehören jetzt zum Bild. „Es kommt uns ein bisschen wie bei einem Geschicklichkeitsparcours vor. Aber wir werden uns sicherlich an die Abläufe gewöhnen.“ Wichtig sei zunächst einmal, dass nach so langer Isolation überhaupt wieder persönliche Begegnungen stattfinden könnten.

Foto von einem Tisch an dem Sitzplätze mit mobilen Plexiglasscheiben voneinander getrennt sind.  Öffnung mit Auflagen: Ein Blick in den Garten der Tagesstätte zeigt Markierungen mit rot-weißen dünnen Pfosten zur Einhaltung der Abstandsregeln.