Gewaltprävention in der Reha GmbH- Das Foto zeigt den Ausschnitt eines beschrifteten Flipcharts, auf dem Punkte zum Präventionskonzept stehen, wie Handlungsfelder, Deeskalationsstrategie und welche Gruppen betroffen sein können. 04 Mrz 2020

BY: Reha GmbH

Aktuelles

Gewaltprävention neuer Leitfaden

Gewaltprävention in der Reha GmbH

Ein Rahmenkonzept mit Leitfaden zur Gewaltprävention hat die Reha GmbH entwickelt und jetzt im Leitungsteam vorgestellt. „ Mit dem Konzept möchten wir die Mitarbeitenden für kritische  Situationen sensibilisieren“, sagt Geschäftsführer Klaus Hahn. „Gleichzeitig wollen wir ihnen aber auch Wissen vermitteln, wie sie auf aggressive Impulse oder in Gewaltsituationen deeskalierend reagieren können.“

Gewalt kann viele Gesichter haben

Gewalt in sozialen Einrichtungen war lange ein Tabuthema. Seit einigen Jahren hat jedoch eine deutliche Sensibilisierung von Öffentlichkeit und Anbietern sozialer Leistungen stattgefunden. Wobei das Thema hochkomplex ist. Denn Gewalt kann viele verschiedene Gesichter haben. Sexuelle Übergriffe gehören ebenso dazu wie Machtmissbrauch oder verbale Gewalt. Zudem können Nutzerinnen und Nutzer genauso von ihr betroffen sein wie Mitarbeitende.

Genau diese Vielfalt der Aspekte werden im Konzept zur Gewaltprävention abgebildet. „Den Ausschlag für unsere interne Präventionsarbeit gaben Aggressionen gegen Mitarbeitende“, berichtet Bärbel Brengelmann-Teepe, die das Konzept entwickelt hat. Die Sozialpädagogin leitet die Tagesstätte „Die Villa“ und ist darüber hinaus QM-Beauftragte. „Die Kollegen baten in diesem Zusammenhang um konkrete Handlungsempfehlungen.“ Bei der Arbeit am Konzept zur Gewaltprävention sei dann schnell deutlich geworden, dass das Thema in seiner gesamten Vielfalt betrachtet werde müsse.

Mitarbeitende für subtile Formen der Gewalt sensibilisieren

In den Medien und damit in der Öffentlichkeit wird oftmals vor allem körperliche oder sexuelle Gewalt wahrgenommen. „Aber leider sind diese Fälle nur die Spitze des Eisbergs“, gibt Klaus Hahn zu bedenken. „Wir müssen auch die psychische oder strukturelle Gewalt im Blick behalten. Innerhalb der meisten sozialen Organisationen bestehen Abhängigkeitsbeziehungen, die durchaus zur Entstehung von Gewalt und Aggressionen beitragen können.“

Die Reha GmbH sei hier zwar gut aufgestellt. So werde die im Leitbild formulierte Zusammenarbeit auf Augenhöhe mit den Klientinnen und Klienten in allen Arbeitsbereichen täglich gelebt. Dennoch sei es sinnvoll, die Mitarbeitenden auch für subtile Formen der Gewalt zu sensibilisieren.

Praktische Handlungsempfehlungen und organisatorische Maßnahmen

Das Konzept zur Gewaltprävention gibt auch ganz praktische Handlungsempfehlungen. Dazu gehört die Krisenintervention durch professionelles Auftreten ebenso wie Talk-Down-Strategien, Atemtechniken oder positive Selbstinstruktion. Zudem gibt es eine Reihe von organisatorischen Schutzmaßnahmen. Zum Teil werden diese schon seit längerem umgesetzt, wie regelmäßige Reflexionen im Umgang mit Klienten und Angehörigen sowie die Identifikation von Risikofaktoren für strukturelle Gewalt. Auch ein Beschwerdemanagement für Nutzer und ihre Angehörigen sowie die Mitarbeitenden ist bereits implementiert.

Nicht zuletzt haben die Mitarbeitenden auch einen Kurs für körperliche Abwehr- und Schutztechniken speziell zugeschnitten für Mitarbeitende sozialer Organisationen absolviert. „Diese dürfen aber nur angewendet werden, wenn die verschiedenen Methoden zur Deeskalation nicht zum Erfolg geführt haben“, betont Bärbel Brengelmann-Teepe.

Verbesserung der Leistungsqualität

Andere Maßnahmen wie die Dokumentation von Vorfällen im Zusammenhang mit Gewalt sowie Regelungen für die Nachsorge würden aktuell eingeführt, so die Sozialpädagogin weiter. In den meisten Fällen sei Gewalt in sozialen Einrichtungen weder geplant noch käme sie wie aus dem Nichts. „Eine Eskalation entsteht meistens aus einer bestimmten Situation oder Konstellation heraus. Wenn wir hier präventiv arbeiten, führt dies auch zu einer besseren Qualität unserer sozialen Dienstleistungen.“

 

Reha muss Betreuungsdienst einstellen: Eine Mitarbeiter des häuslichen Betreuungsdienstes hält einem sitzenden Mann, von dem nur Beine, Bauch und eine Hand zu sehen sind, ein Reisebuch hin. 18 Feb 2020

BY: Reha GmbH

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Reha muss Betreuungsdienst einstellen

Betreuungsdienst endet nach Projektphase

Damit Menschen trotz Erkrankung oder Behinderung in den eigenen vier Wänden gut leben können, gibt es seit einigen Jahren ergänzend zur ambulanten Pflege den häuslichen Betreuungsdienst. Auch die Reha GmbH hat für Menschen mit Demenz oder seelischer Behinderung solche Betreuungsleistungen erbracht. Leider muss die Reha GmbH dieses Angebot zum 29. Februar 2020 einstellen, wie Geschäftsführer Herbert Isken heute mitteilt. Der Grund: Die Voraussetzungen zur Abrechnung mit den Pflegekassen seien nicht mehr erfüllt.

Modellprojekt von 2015 bis 2019

Die häusliche Betreuung ergänzt die reine Pflege. Sie unterstützt Menschen mit einem festgestellten Pflegegrad dabei, ihren Alltag zu gestalten. Dazu gehört der Einkauf ebenso wie ein Sparziergang, Besuche bei Verwandten oder Freunden, ein gemeinsamer Theaterbesuch oder einfach ein Gespräch Zuhause. Früher sei häusliche Betreuung ausschließlich durch ambulante Pflegedienste erfolgt, so der Geschäftsführer. Die Reha GmbH habe sich ab 2015 an einem Modellprojekt beteiligt, in dem die Leistungen auch von Betreuungsdiensten erbracht werden konnten. Dieses Projekt sei Ende 2019 ausgelaufen.

Position der Pflegedienstleitung konnte nicht neu besetzt werden

Zudem habe der für die Leitung des Betreuungsdienstes qualifizierte Mitarbeiter die Reha GmbH zu Ende Februar verlassen. Er arbeite nun in Münster, wo er mit seiner jungen Familie auch lebe. „Leider konnten wir die vakante Stelle nicht mit der vom Gesetzgeber geforderten qualifizierten Pflegedienstleitung neu besetzen“, sagt Herbert Isken. „Die von uns vorgeschlagene Übergangslösungen wurde von den Pflegekassen abgelehnt, da sie nicht den gesetzlichen Vorgaben entsprach.“ 

Für die Betreuung der Klientinnen und Klienten stünden mehrere alternative Anbieter in der Region zur Verfügung, betont der Geschäftsführer.  Auskünfte hierzu erteile auch die Pflegekasse.

Mitarbeitende der Reha GmbH und der Saxion Hochschule stehen beim Saxion-Symposium auf einer Treppe vor der Villa und lachen in die Kamera. Zwei halten ein rotes Dreieck mit Luftballons in der Hand, das für den Trialog steh. 16 Jan 2020

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Saxion-Symposium bei der Reha GmbH

Saxion-Symposium – Praxis meets Wissenschaft

Großes Gedränge in der Tagesstätte „Die Villa“ der Reha GmbH: Bis zur Eingangstür stehen die rund 60 Teilnehmenden zu Beginn des Symposiums „Take Care“. Veranstalter ist die Saxion University of Applied Sciences in Enschede. Mitarbeitende der Reha GmbH, der Ledder Werkstätten, Klienten und ihre Angehörigen sowie Dozenten und Studierende der niederländischen Hochschule möchten sich hier heute unter fachlicher Anleitung austauschen. „Unsere gemeinsame Veranstaltung ist ein gutes Beispiel für den Wissenstransfer zwischen Praxis und Wissenschaft. Und ich hoffe, dass es Schule macht“, sagt Annette Gleßner, Dozentin der Saxion und Koordinatorin des Symposiums, in ihrer kurzen Begrüßung.

Gelungener Wissenstransfer

Die Reha GmbH arbeitet schon seit mehreren Jahren mit der Hochschule in Enschede zusammen. So gehören Geschäftsführer Herbert Isken und die Sozialarbeiterin Ute Casser zu externen Sachverständigen, die praktische Bachelorprüfungen im deutschen Studiengang „Social Work – Teilzeit“ begleiten. Die Externen bringen praktische Expertise mit. Zudem sollen sie die Transparenz der Prüfungen erhöhen, da sie auch die Prüfer selbst befragen können. Die Reha GmbH profitiert dabei vom fachlichen Austausch mit Studierenden und Wissenschaftlern. „Die Praxisorientierung der Saxion ist etwas Besonderes“, betont Herbert Isken. „Ein Konzept, das sich in der Qualität der Ausbildung zeigt. Viele unserer sozialpsychiatrischen Fachkräfte sind Absolventen der Enscheder Hochschule.“

Auftakt zum Saxion-Symposium: Herbert Isken, Geschäftsführer der Reha, bei seiner Begrüßungsansprache. Er steht neben einem Flipchart. Neben ihm stehen zwei Frauen, im Vordergrund sitzt ein Mann.
Begrüßungsansprache von Geschäftsführer Herbert Isken.

Nach der Begrüßung löst sich das Gedränge in der „Villa“ rasch auf. Die Anwesenden verteilen sich auf vier Räume auch in Nachbargebäuden der Reha GmbH. Hier leiten jeweils drei bis vier Studierende Workshops zu verschiedenen Themen, die gleichzeitig ihre praktischen Bachelorprüfungen sind. Alle vier Themen sind Vorschläge der Reha GmbH:

– Trialog – Austausch auf Augenhöhe – Menschen aktiv im psychiatrischen Kontext beteiligen

– Jeder Mensch ist Experte des eigenen Lebens – Systemische Perspektiven in der Tagessätte und im Ambulant betreuten Wohnen

– (Mit-)Entscheiden oder machen lassen? – Mitwirkung und Mitbestimmung im Rahmen des Betreuten Wohnen

– Institutionelle Schutzkonzepte – Rechte haben, Rechte kennen.

Rollenspiel beim Workshop, eine Frau und ein Mann sitzen in einem Seminarraum einer weiteren Frau gegenüber.
Rollenspiel von Studierenden im Trialog-Workshop

Bachelor-Prüfungen in ganz realer Situation

 „Mit den Themenvorschlägen der Reha GmbH beziehen wir aktuelle Herausforderungen aus der beruflichen Praxis direkt in unsere Prüfungssituation mit ein“, erklärt Annette Gleßner den Nutzen dieser Vorgehensweise. Zudem finden die Prüfungen auf dem Symposium in einer ganz realen Situation statt. Die Studierenden leiten den Austausch zwischen Betroffenen, Angehörigen sowie den Fachkräften an und moderieren ihn auch. Die gesamte Veranstaltung ist damit trialogisch konzipiert. Zudem gibt es noch einen Workshop, der sich explizit mit dem Thema beschäftigt. Aus (sozial-)psychiatrischer Sicht steht der Trialog für eine Beteiligungskultur. Ein wichtiges Ziel ist es, die einseitige Definitionsmacht der psychiatrisch Tätigen in eine demokratische Handlungskultur zu überführen. Der gleichberechtigte Austausch von Betroffenen, Angehörigen und Fachkräften soll das gegenseitige Verstehen verbessern. Dies soll unter anderem einen Perspektivwechsel ermöglichen, Respekt und Akzeptanz untereinander schaffen.

Betroffene wünschen sich mehr Akzeptanz

Aufnahme von einem mit rot beschriebenen Flip-Chart-Blatt. Hier sind Wünsche der Workshop-Teilnehmenden vermerkt, wie mehr Toleranz und Verständnis, mehr Austausch, regelmäßige Termine mit Angehörigen.Doch gerade bei der Akzeptanz hapert es häufig, wie Betroffene im Workshop berichten. Sie wünschen sich mehr Verständnis und einen offeneren Austausch mit ihren Angehörigen. Eine Tagesstätten-Klientin berichtet, wie schwierig es sei, mit seiner Krankheit von der Familie akzeptiert zu werden. Die 36-jährige hatte sich sehr gewünscht, dass ihre Mutter zum Workshop kommt. Leider habe sie abgesagt. Tatsächlich ist nur eine Angehörige dabei. Daniele Stich, Mutter eines erwachsenen psychisch erkrankten Sohnes, findet den  gleichberechtigten Austausch gut und wichtig: „Man lernt, sich gegenseitig besser zu verstehen. Dann kann man als Angehöriger auch mit psychischen Krisensituationen besser umgehen.“

Gleichberechtigtes Miteinander

Deutlich wird auch, wie wichtig die Gleichberechtigung im Miteinander ist. „Andere meinen oft, besser zu wissen, was gut für mich ist“, berichtet eine Klientin. Diese Erfahrung hat auch der 39-jährige Max gemacht. Seine frühere Frau begleitete ihn häufig zur Therapie und lies ihn dann selbst kaum zu Wort kommen. Im Workshop beim Saxion-Symposium wünschen sich die Betroffenen mehr Raum für sich selbst, Toleranz und Verständnis. Auch von der Öffentlichkeit. Eine psychische Erkrankung sei noch immer ein Stigma.

Am Ende des Symposiums in der Villa herrscht Einigkeit: Eine gelungene Veranstaltung, die wiederholt werden sollte. Die Mitorganisatorin von der Reha GmbH Ute Casser betont, wie souverän die Prüflinge ihre Aufgabe gemeistert haben. Ihr fiel vor allem der wertschätzende Umgang mit den unterschiedlichen Workshop-Teilnehmenden positiv auf. „Eine Prüfungssituation in der Praxis ist ja wie ein Sprung ins kalte Wasser. Die Studierenden wissen gar nicht, was auf sie zukommt“, sagt die Sozialarbeiterin. Für Annette Gleßner macht genau diese Herausforderung aber auch die besondere Qualität von Prüfungen in der Praxis aus. „Sie ermöglichen einen Blick über den Tellerrand und sind eine gute Vorbereitung für berufliche Anforderungen.“

“Vom Austausch beim Saxion-Symposium konnten alle profitieren”

Die Prüfer der Saxion haben sich vor allem über die vielen Diskussionsbeiträge der Nutzer gefreut. „Für uns ist das auch eine Bestätigung. Unsere Klientinnen und Klienten sind es gewohnt, sich einzubringen“,  freut sich Tagesstätten-Leiterin Bärbel Brengelmann-Teepe. „Selbstbestimmung und Teilhabe werden bei der Reha GmbH großgeschrieben.“ Gleichzeitig sei die Veranstaltung ein Ansporn, sich zukünftig noch stärker für den Trialog und die Einbeziehung der Angehörigen zu engagieren. Hier sei noch viel Aufklärungsarbeit zu leisten. Häufig fühlten sich Familienangehörige mitschuldig an der psychischen Erkrankung eines Angehörigen, so die Sozialpädagogin. Dabei seien sie eine der wichtigsten Ressourcen. Das hätten auch die Diskussionen in den Workshops wieder deutlich gemacht. Die Sozialpädagogin ist sich mit ihrer Kollegin Ute Casser einig: „Von dem heutigen Austausch konnten wir alle profitieren.“

 

Blick über einen Stand beim Inklusionstag, an dem sich Besucher sowie Mitarbeitende und Klientinnen und Klienten der Reha GmbH informieren. 06 Dez 2019

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Reha GmbH beim Inklusionstag

Inklusionstag für Arbeitgeber und Menschen mit Handicap

„Einstellung zählt – Arbeitgeber gewinnen“. Unter diesem Motto hatte die Agentur für Arbeit am 5. Dezember zum Inklusionstag in Rheine geladen. Die Angebote richteten sich sowohl an Arbeitgeber als auch an Menschen mit Handicap. Die Reha GmbH war gleich mit drei verschiedenen Angebotsbausteinen dabei.

Eine Mitarbeiterin der Psycho-Edukations-Gruppe sowie eine Klientin stehen an einem Stand und informieren sich.Eine sinnstiftende Beschäftigung ist wichtig für die seelische Gesundheit. Das gilt ganz besonders für Menschen mit psychischen Erkrankungen. Doch gerade für sie ist die Teilhabe am Berufsleben schwierig. Die vielen Aspekten der beruflichen Rehabilitation sind deshalb ein Arbeitsschwerpunkt der Reha GmbH. Am Gemeinsamen Inklusionstag der Agentur für Arbeit in Rheine nahmen Mitarbeitende und Klienten vom Ambulant Betreuten Wohnen und der Tagesstätte „Die Villa“ teil sowie die ergotherapeutische Praxis.

Hilfe zur Selbsthilfe

Von der Villa waren knapp zehn Klientinnen und Klienten mit nach Rheine gefahren. Aus der Psycho-Edukations-Gruppe von Ute Casser und Susan Thyssen waren sechs Teilnehmerinnen und Teilnehmer dabei. „Sie alle konnten sich einen guten Überblick verschaffen über ihre Möglichkeiten auf dem ersten und zweiten Arbeitsmarkt“, berichtet Ute Casser. Die Angebote im Kreis Steinfurt seien sehr gut, doch selbst für Experten auch unübersichtlich. „In Rheine waren neben Inklusionsunternehmen auch die verschiedenen Ämter und Fachdienste mit eigenen Informationsständen vertreten. So hatten unsere Klientinnen und Klienten die Möglichkeit, ihre Ansprechpartner in Lengerich und Ibbenbüren gleich persönlich kennenlernen.“ Der direkte Kontakt helfe, Hemmschwellen abzubauen, betont die Sozialpädagogin. „Bereits der gemeinsame Besuch des Inklusionstages ist Hilfe zur Selbsthilfe.“

Reha-Angebot der Ergotherapie

Blick auf den Stand der ergotherapeutischen Praxis beim Inklusionstag, an dem drei Frauen stehen und sich unterhaltend über Informationsmaterialien beugen.Auch Milena Onken von der Ergotherapeutischen Praxis der Reha GmbH war mit einem eigenen Stand auf dem Inklusionstag vertreten. Die Angebote der Praxis zur beruflichen Rehabilitation reichen von der Arbeitsdiagnostik nach MELBA bis zur ZERA-Gruppe. MELBA steht für „Merkmalprofile zur Eingliederung Leistungsgewandelter und Behinderter in Arbeit“. Grundlage dieser Profile sind standardisierte Testaufgaben, freie Beobachtungen aus verschiedenen Arbeitssituationen sowie Gespräche und Aussagen Dritter. Fallen einzelne Fähigkeiten im Profil schwächer aus, können sie in Arbeitstrainings für Einzelpersonen oder Kleingruppen gezielt gestärkt werden.

“Berufliche Integration bleibt Herausforderung”

ZERA beschäftigt sich mit dem Zusammenhang zwischen Erkrankung, Rehabilitation und Arbeit. Es ist ein strukturiertes Gruppenprogramm, das unter anderem die Selbsthilfe-Potenziale der Klientinnen und Klienten aktiviert. In diesem Sommer hatte die Ergotherapie der Reha GmbH ihr erstes ambulantes ZERA-Programm abgeschlossen. Wegen des guten Erfolges sind weitere Gruppen geplant.

Sowohl Milena Onken als auch Ute Casser lobten die guten Möglichkeiten zum Austausch mit Rehabilitationsexperten beim Inklusionstag. Doch beide hätten sich ein größeres Interesse von den Arbeitgebern gewünscht: „Die berufliche Integration von Menschen mit Behinderungen bleibt weiter eine große Herausforderung.“

Gruppenaufnahme von Klientinnen und Klienten sowie Mitarbeitenden der Tagesstätte die Villa beim Inklusionstag in Rheine.

Drei Frauen und zwei Männer stehen während eines Termins der ZERA Gruppe rechts und lins neben einem Flip-Chart und lächeln in die Kamera. 26 Jun 2019

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Aktuelles

1. ZERA Gruppe der Reha GmbH zieht positive Bilanz

Reha GmbH bietet erfolgreich 1. ZERA Training an

Für Menschen mit psychischen Erkrankungen ist es oft sehr schwierig, wieder ins Berufsleben einzusteigen. Dabei ist das richtige Maß an sinnvoller Beschäftigung ganz wichtig für die seelische Gesundheit und ein möglichst selbstbestimmtes Leben. Die Lengericher Reha GmbH für Sozialpsychiatrie hat deshalb erstmals ein Gruppentraining angeboten, das Betroffenen den „Zusammenhang zwischen Erkrankung, Rehabilitation und Arbeit“ – kurz ZERA – deutlich macht. Das Konzept unterstützt die Teilnehmerinnen und Teilnehmer in strukturierten Schritten dabei, im Berufsleben wieder Fuß zu fassen. In Werkstätten für behinderte Menschen ist ZERA schon seit längerem etabliert. Eine ambulante ZERA-Gruppe – wie jetzt von der Reha GmbH angeboten –  ist bislang eher die Ausnahme. Nach dem achtmonatigen Kurs ziehen Organisatorinnen sowie Teilnehmerinnen und Teilnehmer eine ausgesprochen positive Bilanz.

“Ich weiß jetzt, an welche Stellen ich mich wenden kann.”

Detailaufnahme eines beschrifteten Flip-Charts, der die wichtigsten Punkte der ZERA Sitzung mit der Arbeitsagentur auflistet. Dazu gehören: Was beinhaltet die berufliche Rehabilitierung, welche Voraussetzungen gibt es, welche Leistungen bietet hier die Agentur für Arbeit.„Die ZERA-Gruppe hat mir sehr viel gebracht“, freut sich die 37-jährige Tatjana. „Ich weiß jetzt besser, was ich mir zutrauen kann und vor allem auch, an welche Stellen und Ämter ich mich bei der beruflichen Reha wenden kann.“ Und genau das war das Ziel des Trainings. Milena Onken, Leiterin der ergotherapeutischen Praxis der Reha GmbH, hatte das neue Angebot aufgenommen: „Ich finde das ZERA-Konzept sehr gut, weil es auch die Selbsthilfepotenziale der Klienten aktiviert.“ Und ihre Kollegin, die Sozialpädagogin Ute Casser, ergänzt: „Wir haben im Kreis Steinfurt sehr gute Rehabilitationsangebote vom stundenweisen Zuverdienst über Werkstattarbeitsplätze bis zur Förderung von Stellen auf dem 1. Arbeitsmarkt. Doch selbst für Experten ist es schwierig, sich bei der Vielzahl von Maßnahmen und Kostenträgern zurechtzufinden. Hier wollten wir mit der ZERA-Gruppe Orientierung bieten.“

Eigene Stärken und Schwächen herausfinden

Im ersten Schritt befassten sich die sieben Teilnehmerinnen und Teilnehmer unterstützt von Arbeitsmaterialien mit ihren Stärken und Schwächen. In Kleingruppen reflektierten die Frauen und Männer zudem ihre eigenen Erfahrungen mit Arbeit und Beschäftigung. „Bei Menschen mit psychischen Erkrankungen sind die erforderlichen Fähigkeiten oft vorhanden. Das Problem ist eher die Ausdauer“, sagt Ute Casser. „Hier ist es wichtig, die eigene Pufferzone zwischen Unter- und Überforderung zu kennen.“ Zudem wären viele Klientinnen und Klienten einfach sehr unsicher, was sie sich zutrauen könnten, so Milena Onken. „Eine psychische Erkrankung verändert das Leben der Betroffenen meist grundlegend, insbesondere auch im Bereich der zwischenmenschlichen Beziehungen. Hier wieder mehr Sicherheit zu erlangen, ist essentiell für die erfolgreiche berufliche Rehabilitation.“

Persönliche Gespräche mit Ansprechpartnern für berufliche Reha

Wer seine Belastungsgrenze und seine Stärken und Schwächen kennt, kann besser ein für ihn geeignetes Reha-Angebot finden. Und diese Angebote lernte die ZERA-Gruppe im zweiten Programmteil kennen. Dabei erfuhr die Gruppe zum Beispiel, was der Unterschied zwischen beruflicher und medizinischer Rehabilitation ist, was das Berufsbildungswerk bietet und für wen eine Maßnahme zur Berufsorientierung geeignet ist.  „Wir haben verschiedene Fachdienste und Ämter besucht oder die Ansprechpartner persönlich als Referenten zu uns eingeladen“, berichtet Milena Onken. Dazu gehörten Ruth Schulte vom Integrationsfachdienst, Übergang Psychiatrie Arbeitsmarkt sowie Brigitte Duseck vom Übergang Werkstatt auf den allgemeinen Arbeitsmarkt.

Zudem war die Gruppe zu Gast bei Heidi Panning von Lernen Fördern in Ibbenbüren. Die beiden Gruppenleiterinnen haben mit den vielen persönlichen Kontakten besonders gute Erfahrungen gemacht. „Der direkte Austausch mit den Experten ist nicht nur sehr gut bei der Gruppe angekommen. Er hat auch Berührungsängste abgebaut“, nennt Milena Onken einen wichtigen Effekt dieser Vorgehensweise. Zudem hat er die sozialen Kompetenzen gestärkt.

Viele Unternehmen beschäftigen keine Schwerbehinderten

1 Trainerin sowie ein Teilnehmer und eine Teilnehmer sitzen im Gruppenraum und hören aufmerksam dem Referenten des ZERA Termins zu.Dies ist beim vorletzten Gruppentreffen deutlich zu spüren. Sönke Delarue vom Reha-Team der Arbeitsagentur Rheine stellt ausführlich die Unterstützungsmöglichkeiten durch die Agentur für Arbeit vor. Die Teilnehmerinnen und Teilnehmer hören konzentriert zu, schreiben mit und stellen viele Fragen. Der Teamleiter benennt aber auch offen die Herausforderung: „Die Integration von Menschen mit Behinderungen gelingt häufig nur im Zusammenspiel verschiedener Akteure wie beispielsweise dem Integrationsamt oder dem Integrationsfachdienst“. Neben einigen Inklusionsbetrieben gäbe es eine große Zahl von Unternehmen im Kreis Steinfurt, die trotz Beschäftigungspflicht nach dem Schwerbehindertenrecht keine Schwerbehinderten einstellten. Hier müsse im Einzelfall sehr viel Überzeugungsarbeit geleistet werden.

Drei Teilnehmerinnen nach ZERA Training auf Jobsuche

Für die meisten Teilnehmer der ZERA-Gruppe kommt aktuell ohnehin noch keine reguläre Beschäftigung in Frage, wie sie selber berichten. Aus Erfahrung wissen Ute Casser und Milena Onken, dass viele kleine Schritte mit allmählicher Steigerung der Belastung auch viel eher zu einem nachhaltigen Erfolg führen. Ob es dann schließlich ein Arbeitsplatz in einer Werkstatt für behinderte Menschen wird oder eine Stelle auf dem 1. Arbeitsmarkt, muss jeder für sich selbst herausfinden. Immerhin: Drei Teilnehmerinnen trauen sich schon eine geringfügige Beschäftigung zu, auch auf dem regulären Arbeitsmarkt. Nach dem erfolgreichen Start soll es nun weitere ambulant durchgeführte ZERA-Gruppen geben. Bei der Reha GmbH sind schon erste Anfragen für Plätze eingegangen.

 

 

Im Vordergrund stehen der Psychiatriekoordinator sowie die beiden Geschäftsführer der Reha GmbH, im Hintergrund sind der Besprechungsraum sowie einige der leitenden Mitarbeiter zu sehen. 16 Nov 2018

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Aktuelles / Blog

Psychiatriekoordinator zu Gast

Angebote im Altkreis kennenlernen

Über die Arbeit der Reha GmbH informierte sich in dieser Woche der Psychiatrie- und Suchtkoordinator des Kreises Steinfurt Frank Winter. Gemeinsam mit den Leitern der verschiedenen Angebotsbausteine vermittelten die beiden Geschäftsführer Klaus Hahn und Herbert Isken dem Gast ein detailliertes Bild der Einrichtung mit knapp 100 Mitarbeitern. Zudem diskutierte die Gesprächsrunde über aktuelle Herausforderungen der sozialpsychiatrischen Arbeit.

Frank Winter, der auch Leiter der Sozialen Dienstes des Kreises Steinfurt ist, hat die Psychiatriekoordination im Kreisgebiet Anfang dieses Jahres übernommen. Der Sozialpädagoge besitzt selbst jahrelange Erfahrungen in der Arbeit mit psychischen erkrankten Menschen. Da er hier vor allem im westlichen Kreis Steinfurt aktiv war, möchte er nun die Hilfsangebote im Altkreis Tecklenburg näher kennenlernen. Von der breiten Angebotspalette der Reha GmbH zeigte sich Frank Winter beeindruckt.

Mehr Angehörigenarbeit auch im stationären Bereich

Bei der Vorstellung der einzelnen Hilfsangebote wurde immer wieder deutlich, wie sich die Anforderungen seit den Anfängen der Reha GmbH in den frühen 1980er Jahre geändert haben. Waren beispielsweise die ersten Bewohner der drei Wohnstätten für Behinderte noch ausnahmslos ehemalige Klinikpatienten, kommen Neuzugänge heute meistens aus ihren Familien. „Leider häufig zu spät“, wie Antje Simkes, Leiterin der Wohnstätte Rahestraße anmerkte. „Viele Eltern kümmern sich so lange um ihre behinderten Kinder bis sie selbst erkranken oder versterben.“ Zu dem erforderlichen Umzug in eine stationäre Einrichtung käme dann noch der schwere Verlust. Besser sei es, den Auszug der erwachsenen Kinder in eine Wohngruppe rechtzeitig vorzubereiten und durch die Familie zu begleiten. In jedem Fall sei heute mehr Angehörigenarbeit zu leisten, ergänzte Ralf Kunkemöller.

Neue Herausforderungen durch junge Klienten

In der ambulanten sozialpsychiatrischen Arbeit ergeben sich insbesondere durch junge Menschen mit psychischen Erkrankungen vielfältige neue Herausforderungen. Die Reha GmbH hat darauf mit unterschiedlichen Maßnahmen reagiert. So hat die Tagesstätte „Die Villa“ spezielle Angebote für Klienten unter 30 Jahren entwickelt, die beispielsweise auch bei ihrer Lebensplanung andere Unterstützung benötigen als ältere Menschen. Auch die Mitarbeiter im Ambulant Betreuten Wohnen begleiten junge Klienten immer häufiger bei der Erreichung von Schul- oder Ausbildungsabschluss. Hier sei eine stärkere pädagogische Unterstützung sowie eine andere Methodik erforderlich, betonte Herbert Isken. Er wies auch darauf hin, dass die Reha GmbH schon seit Jahren mit der Evangelischen Jugendhilfe kooperiere und diese Zusammenarbeit zukünftig weiter intensivieren wolle.

Versorgungslücken erkennen und rechtzeitig schließen

Derzeit entwickelt die Reha GmbH darüber hinaus ein neues Projekt für die intensive Begleitung junger psychisch kranker Menschen im Bereich des Ambulant Betreuten Wohnens, wie Klaus Hahn ergänzte. Dieses Projekt setzt an der Schnittstelle zwischen Jugend- und Erwachsenenpsychiatrie sowie der Jugendhilfe an. In ihrem über 30-jährigen Bestehen war die Reha GmbH stets bemüht, Versorgungslücken zu erkennen und durch passgenaue Angebote zu schließen. Dies ist auch Frank Winter ein wichtiges Anliegen: „Ich sehe es auch als meine Aufgabe als Psychiatriekoordinator, die Einrichtungen im Kreis zu unterstützen, wenn sie mit neuen oder modifizierten Angeboten Versorgungslücken schließen möchten.“

Enge Zusammenarbeit vereinbart

Zudem versteht sich Frank Winter als Moderator zwischen den einzelnen Einrichtungen und den Kostenträgern. Bei auftretenden Problemen oder Fragen stehe er sehr gerne zur Verfügung, betonte der Psychiatriekoordinator. Bei dem abschließenden Gespräch mit der Geschäftsführung sprachen sich Klaus Hahn und Frank Winter erneut für eine enge Zusammenarbeit aus. “Die Koordination und Kooperation der verschiedenen Einrichtungen und Akteure auf lokaler und regionaler Ebene ist eine wichtige Voraussetzung für erfolgreiche sozialpsychiatrische Arbeit”, betonte Klaus Hahn.

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

Blick in eine große Halle bei der Regionaltagung: im Vordergrund sind sitzende Menschen zu sehen die in Richtung Podium schauen, auf dem eine Frau und ein Mann stehen. 27 Sep 2018

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Aktuelles

GPV-Regionaltagung zur Teilhabe

GPV-Regionaltagung: Teilhabe am Arbeitsmarkt

„Perspektive – Mensch – Arbeit. Neue Chancen und Herausforderungen für Arbeitgeber*innen und Menschen mit Handicap“. Unter diesem Titel veranstaltete der Gemeindespsychiatrische Verbund (GPV) im Kreis Steinfurt seine 8. Regionaltagung. Die Reha GmbH für Sozialpsychiatrie war als Mitgründerin des Netzwerkes federführend an dem Meeting beteiligt.

„Wir erhalten immer häufiger Anfragen aus der Wirtschaft, die junge Menschen für berufliche Ausbildungen suchen“, berichtete Klaus Hahn, Geschäftsführer der Reha GmbH, in seinem Grußwort. „Das hat schließlich den Impuls für unser heutiges Tagungsthema gegeben.“ Rund 200 Besucherinnen und Besucher waren der Einladung des GPV in Stroetmanns Fabrik in Emsdetten gefolgt. Ein buntgemischtes Auditorium, das sich aus Fachpublikum, Menschen mit psychischen Erkrankungen, Vertretern aus Wirtschaft und Kommunen sowie weiteren Interessierten zusammensetzte. Sie alle beschäftigten sich während der GPV-Regionaltagung mit der Frage, wie Menschen mit Vermittlungshemmnissen erfolgreich in den boomenden Arbeitsmarkt integriert werden können. Denn obwohl die deutsche Wirtschaft sich auf stetigem Wachstumskurs befindet, ist es für schwerbehinderte Menschen insbesondere auch mit psychischen Erkrankungen nach wie vor schwer, eine sozialversicherungspflichtige Beschäftigung zu finden.

Gemeinsam neue Konzepte entwickeln

Welche Relevanz das Thema hat, machte auch Karl Josef Laumann, Landesminister für Arbeit, Gesundheit und Soziales in NRW, in seinem Grußwort deutlich. Der Schirmherr der 8. Regionaltagung forderte unter anderem die öffentliche Hand auf, bei der Beschäftigung von schwerbehinderten Menschen mit gutem Beispiel voran zu gehen. In insgesamt vier Vorträgen sowie einer Podiumsdiskussion wurde das Thema unter ganz verschiedenen Aspekten beleuchtet. Die heilpädagogischen und rechtlichen Perspektiven kamen ebenso zu Wort wie die Wünsche der Wirtschaft und politische Strategien in NRW. Dabei waren die Chancen und Risiken des Bundesteilhabegesetzes ein wichtiges Thema.

Sowohl die fundierten Fachvorträge als auch die angeregten Diskussionen auf dem Podium und zwischen den Teilnehmern kamen sehr gut an. „Wir werden das Thema in jedem Fall weiterverfolgen“, resümiert Klaus Hahn. „Gemeinsam mit den Akteuren in der Region möchten wir Konzepte entwickeln, um die Teilhabe psychisch erkrankter Menschen im beruflichen Leben weiter voran zu bringen. Dafür möchten wir auch den Dialog mit der Wirtschaft intensivieren.“

Die Präsentationen zu den vier Fachvorträgen stehen zum Download bereit auf unserer Service-Seite 

Blick über sitzen Menschen auf ein mit fünf Männern und einer Frau besetztes Podium.

Screenshot von Website mit Headerafoto auf dem zwei Männer und zwei Frauen nebeneinander stehend fröhlich in die Kamera lachen. 07 Sep 2018

BY: Reha GmbH

Aktuelles

Neue Website online

Neue Website: Modernes Design und nutzerfreundliche Technik

Seit heute steht sie online: die neue Website der Reha GmbH für Sozialpsychiatrie nach dem erfolgreichem Relaunch. Wir präsentieren uns nun mit modernem Design, nutzerfreundlicher Technik und vor allem gut strukturierten, ausführlichen Informationen.

Seit Januar fungiert die Reha GmbH als Tochtergesellschaft der Ledder Werkstätten. Zuvor hatten sich der Reha-Verein Lengerich sowie der Förderkreis für psychisch Erkrankte und Behinderte in der neu gegründeten Reha GmbH zusammengeschlossen. Diese Veränderungen erforderten auch eine Überarbeitung unseres Corporate Designs.

Ziel: Gut verständlich informieren

Der Website-Relaunch war aber nicht nur aus optischen Gründen nötig. Wir haben auch Inhalte und Struktur komplett überarbeitet. Das Ziel: Unsere Klienten, ihre Angehörigen und alle Interessierten übersichtlich und gut verständlich zu informieren. So finden die Nutzer beispielsweise jetzt eine Übersicht aller Angebotsbausteine bereits auf der ersten Seite unserer Homepage.

Unter dem Menüpunkt „Wir für Sie“ informieren wir nicht nur über unsere Arbeit und unsere Ziele, sondern haben erstmalig in einer Übersicht alle Ansprechpartner mit Foto und Kontaktdaten gelistet. Der direkte Draht zur Reha GmbH. Unter „Über uns“ finden unsere Besucher alle wichtigen Informationen über Organisation und Struktur der Reha GmbH. Unsere Website richtet sich in erster Linie an (mögliche) Klienten und ihre Angehörigen. Weiterführende Informationen für das Fachpublikum gibt es zu jedem Baustein unter dem Button „Fachinformationen“.

Viele Fotos und übersichtliches Layout

Im Gegensatz zum früheren Onlineauftritt wurde die neue Homepage im sogenannten Responsive Webdesign erstellt. Das heißt: die Darstellung der Inhalte passt sich automatisch an das Endgerät des jeweiligen Nutzers an. Gleichgültig, ob es sich um einen stationären PC, ein Tablet oder ein Smartphone handelt. So werden wir technisch dem Trend gerecht, dass immer mehr Menschen mit mobilen Endgeräten online unterwegs sind. Eine Suchfunktion verbessert den Nutzen zusätzlich.

Zudem ist das Layout übersichtlicher und klarer und wir präsentieren unseren Besuchern deutlich mehr Fotos. So können sie einen guten Einblick von der Arbeit der Reha GmbH gewinnen. „Alles in allem ist unser Webauftritt nun deutlich professioneller“, freuen sich die Geschäftsführer Klaus Hahn und Herbert Isken. „Zum Nutzen unserer Besucher, die unser neues Angebot hoffentlich gut annehmen werden.“

Sieben Männer und drei Frauen haben sich um einen Tisch aufgestellt. Zwei Männer unterzeichnen den Vertrag, der besiegelt das die Reha GmbH Tocher der Ledder Werkstätten ist 19 Jan 2018

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Aktuelles

Reha GmbH nun LeWe-Tochter

Reha GmbH nun Tochter der Ledder Werkstätten

„Ich möchte allen, vor allem der LeWe-Geschäftsführung, für ihre Geduld danken. Aber wir haben uns die Zeit genommen, unsere Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter mitzunehmen. Unter dem Dach der Ledder Werkstätten bringen wir mit der Reha GmbH gute Versorgungsbausteine für die ganze Region ein“, sagte Klaus Hahn am 16. Januar. Im Lengericher Café Samocca setzte der Geschäftsführende Vorstand des Reha-Vereins Lengerich mit seiner Unterschrift der notariellen Beurkundung den offiziellen Schlusspunkt. Gleiches tat der Geschäftsführer der Ledder Werkstätten Ralf Hagemeier, der ergänzte: „Damit kommen zwei Vereine, die gesund da stehen.“ Nun ist die Reha GmbH offiziell Tochter der Ledder Werkstätten.

Alle 90 Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter des Reha-Vereins Lengerich und des Förderkreises für psychisch Erkrankte und Behinderte Lengerich sind seit 1. Januar 2018 Angestellte der Ledder Werkstätten, unter dem Dach der Diakonie. Die dafür notwendige Rechtsform, die „Reha GmbH für Sozialpsychiatrie im Tecklenburger Land“, wurde schon Ende 2016 gegründet. Beide Vereine gehen in dieser GmbH auf, die als 100-prozentige Tochter agiert. Mit der Beurkundung ist deren Eigentum in die dafür gegründete Gesellschaft übergegangen. Mit aktuell 625 Angestellten zählen die Ledder Werkstätten zu den großen Arbeitgebern der Region.

Alle Angebote bleiben bestehen

1982 hatte der Reha-Verein seine Arbeit mit dem Ambulant Betreutem Wohnen aufgenommen und später tagesstrukturierende Angebote wie zum Beispiel die „Villa“ oder das „Café Regenbogen“ und außerdem das Zuverdienstprojekt „Unikat“ für psychisch erkrankte Menschen entwickelt. Der Förderkreis (1977 gegründet) unterhielt zuletzt drei Wohnhäuser für Stationäres Wohnen in Lengerich. Alle Angebote führt die Reha GmbH nahtlos fort. Beide Vereine enstanden im Zuge der „Enthospitalisierung“ des damaligen Landeskrankenhauses Lengerich: Menschen mit Behinderung wurden neue Wohnformen angeboten. Beispielsweise zog 1983 eine komplette Station aus der Klinik in die erste „Wohnstätte für Behinderte“ an der Bergstraße in Lengerich, bis heute eines der Häuser des Förderkreises.

Geschäftsführer versprechen sich Synergien

Aktuell versprechen sich Ralf Hagemeier und Klaus Hahn einige Synergien: Beispielsweise machen die LeWe bereits die Personalabrechnungen. Beim Fuhrpark, bei der Gebäudeunterhaltung oder der Verwaltungsorganisation werden solche Effekte auch eintreten. Ansonsten agiert die Tochtergesellschaft mit ihren beiden Geschäfstsführern Klaus Hahn und Herbert Isken eigenverantwortlich. Klaus Hahn betonte am 16. Januar: „Wir erreichen eine gute Versorgung der Menschen in der Region. Unter dem Dach einer großen Einrichtung sind wir mit der Reha GmbH für zukünftige Aufgaben gut aufgestellt.“