Unterschiedliche Menschen sehen sich in einem Raum handgefertigte Artikel des Basars an, der Berührungsängste abbauen soll. 19 Nov 2019

BY: Reha GmbH

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Berührungsängste abbauen: Tolle Resonanz beim Tag der offenen Tür in der Villa

Auf tolle Resonanz in der Lengerich Bevölkerung stieß einmal mehr der Tag der offenen Tür in der Tagesstätte. „Die Villa“ hatte zum achten Mal ihre Pforten geöffnet und zum Herbstbasar geladen. Nach Schätzung von Tagesstätten-Leiterin Bärbel Brengelmann-Teepe kamen über 200 Gäste in die alte Villa. Bereits um 15:00 Uhr waren die Verkaufsstände schon beinahe leergefegt.

Für die über 20 Klientinnen und Klienten sind die vielen Besucher eine echte Anerkennung. Gerade in diesem Jahr hatten sie sehr viel selbst vorbereitet und organisiert. So hatte Max* in tagelanger Arbeit Holzdekorationen mit bunten Glasperlen angefertigt. Diese waren genauso gefragt wie die aufwendig gestalteten Adventskränze von Monja oder die kreativen Tannenbäume aus Notenblättern.

Lengericher Einzelhändler spenden für Tombola

Der Hit in diesem Jahr war jedoch die Tombola. „Die hatten wir zum ersten Mal und das ist wirklich gut angekommen“, berichtet Bärbel Brengelmann-Teepe. Der Hauptpreis war ein gebrauchtes Fahrrad, das Mitarbeiter im Zuverdienst zuvor in Stand gesetzt hatten. Weitere Preise hatten Lengericher Geschäftsleute gespendet. Dazu gehörten Bluetooth-Boxen und Rucksäcke. Akquiriert hatte diese Sachspenden ein Klient. Dafür war Damian* in Geschäfte gegangen, hatte den Basar vorgestellt und für Unterstützung geworben. „Das hat alles wirklich total klasse geklappt dieses Jahr“, freut sich das Mitarbeitenden-Team der Villa. Besonders erfreulich sei auch die Unterstützung durch die Geschäftsleute.

Berührungsängste abbauen beim Tag der offenen Tür: Zwei Männer und eine Frau stehen Arm in Arm hinter einem Kuchenbuffet und lachen in die Kamera.

Egal, ob sie in der Kälte am Außenstand Reibekuchen und Bratwürstchen verkauften, am Kuchenbuffet arbeiteten oder am Verkaufsstand – alle Klientinnen und Klienten waren mit großem Engagement dabei. Wichtiger Ansatz der Sozialpsychiatrie sei es, Menschen mit psychischen Erkrankungen zu einem Leben mitten in der Gesellschaft zu befähigen, so Bärbel Brengelmann-Teepe. „Damit dies gelingt, müssen beide Seiten aufeinander zugehen und Berührungsängste abbauen. Dafür hat sich unser Tag der offenen Tür sehr gut bewährt.“

*Alle Namen der Klientinnen und Klienten wurden geändert