Gewaltprävention in der Reha GmbH- Das Foto zeigt den Ausschnitt eines beschrifteten Flipcharts, auf dem Punkte zum Präventionskonzept stehen, wie Handlungsfelder, Deeskalationsstrategie und welche Gruppen betroffen sein können. 04 Mrz 2020

BY: Andrea Rehder

Aktuelles

Gewaltprävention neuer Leitfaden

Gewaltprävention in der Reha GmbH

Ein Rahmenkonzept mit Leitfaden zur Gewaltprävention hat die Reha GmbH entwickelt und jetzt im Leitungsteam vorgestellt. „ Mit dem Konzept möchten wir die Mitarbeitenden für kritische  Situationen sensibilisieren“, sagt Geschäftsführer Klaus Hahn. „Gleichzeitig wollen wir ihnen aber auch Wissen vermitteln, wie sie auf aggressive Impulse oder in Gewaltsituationen deeskalierend reagieren können.“

Gewalt kann viele Gesichter haben

Gewalt in sozialen Einrichtungen war lange ein Tabuthema. Seit einigen Jahren hat jedoch eine deutliche Sensibilisierung von Öffentlichkeit und Anbietern sozialer Leistungen stattgefunden. Wobei das Thema hochkomplex ist. Denn Gewalt kann viele verschiedene Gesichter haben. Sexuelle Übergriffe gehören ebenso dazu wie Machtmissbrauch oder verbale Gewalt. Zudem können Nutzerinnen und Nutzer genauso von ihr betroffen sein wie Mitarbeitende.

Genau diese Vielfalt der Aspekte werden im Konzept zur Gewaltprävention abgebildet. „Den Ausschlag für unsere interne Präventionsarbeit gaben Aggressionen gegen Mitarbeitende“, berichtet Bärbel Brengelmann-Teepe, die das Konzept entwickelt hat. Die Sozialpädagogin leitet die Tagesstätte „Die Villa“ und ist darüber hinaus QM-Beauftragte. „Die Kollegen baten in diesem Zusammenhang um konkrete Handlungsempfehlungen.“ Bei der Arbeit am Konzept zur Gewaltprävention sei dann schnell deutlich geworden, dass das Thema in seiner gesamten Vielfalt betrachtet werde müsse.

Mitarbeitende für subtile Formen der Gewalt sensibilisieren

In den Medien und damit in der Öffentlichkeit wird oftmals vor allem körperliche oder sexuelle Gewalt wahrgenommen. „Aber leider sind diese Fälle nur die Spitze des Eisbergs“, gibt Klaus Hahn zu bedenken. „Wir müssen auch die psychische oder strukturelle Gewalt im Blick behalten. Innerhalb der meisten sozialen Organisationen bestehen Abhängigkeitsbeziehungen, die durchaus zur Entstehung von Gewalt und Aggressionen beitragen können.“

Die Reha GmbH sei hier zwar gut aufgestellt. So werde die im Leitbild formulierte Zusammenarbeit auf Augenhöhe mit den Klientinnen und Klienten in allen Arbeitsbereichen täglich gelebt. Dennoch sei es sinnvoll, die Mitarbeitenden auch für subtile Formen der Gewalt zu sensibilisieren.

Praktische Handlungsempfehlungen und organisatorische Maßnahmen

Das Konzept zur Gewaltprävention gibt auch ganz praktische Handlungsempfehlungen. Dazu gehört die Krisenintervention durch professionelles Auftreten ebenso wie Talk-Down-Strategien, Atemtechniken oder positive Selbstinstruktion. Zudem gibt es eine Reihe von organisatorischen Schutzmaßnahmen. Zum Teil werden diese schon seit längerem umgesetzt, wie regelmäßige Reflexionen im Umgang mit Klienten und Angehörigen sowie die Identifikation von Risikofaktoren für strukturelle Gewalt. Auch ein Beschwerdemanagement für Nutzer und ihre Angehörigen sowie die Mitarbeitenden ist bereits implementiert.

Nicht zuletzt haben die Mitarbeitenden auch einen Kurs für körperliche Abwehr- und Schutztechniken speziell zugeschnitten für Mitarbeitende sozialer Organisationen absolviert. „Diese dürfen aber nur angewendet werden, wenn die verschiedenen Methoden zur Deeskalation nicht zum Erfolg geführt haben“, betont Bärbel Brengelmann-Teepe.

Verbesserung der Leistungsqualität

Andere Maßnahmen wie die Dokumentation von Vorfällen im Zusammenhang mit Gewalt sowie Regelungen für die Nachsorge würden aktuell eingeführt, so die Sozialpädagogin weiter. In den meisten Fällen sei Gewalt in sozialen Einrichtungen weder geplant noch käme sie wie aus dem Nichts. „Eine Eskalation entsteht meistens aus einer bestimmten Situation oder Konstellation heraus. Wenn wir hier präventiv arbeiten, führt dies auch zu einer besseren Qualität unserer sozialen Dienstleistungen.“

 

Seelisch stabiler im Zuverdienst fühlt sich auch der Klient Marc, der auf dem Foto mit einem Tablett neben dem Leiter der Kontakt- und Beratungsstelle an einem Cafétisch steht und freundlich in die Kamera lächelt. 25 Feb 2020

BY: Andrea Rehder

Aktuelles

Seelisch stabiler im Zuverdienst

Niedrigschwelliges Angebot mit großer Wirkung

Seelisch stabiler im Zuverdienst: Mit einer psychischen Erkrankung regelmäßig zu arbeiten, ist häufig schwierig. Die Reha GmbH bietet deshalb Menschen mit seelischen Störungen im Zuverdienst „Arbeit nach Maß“. Hier können Betroffene allmählich wieder ins Arbeitsleben einsteigen. Oder sie arbeiten langfristig nur wenige Wochenstunden. Dabei können die Mitarbeitenden ihre Beschäftigung flexibel an ihre aktuelle Belastungsgrenze anpassen. Ein niedrigschwelliges Angebot mit großer Wirkung: „Für Menschen mit psychischen Erkrankungen ist Beschäftigungslosigkeit besonders problematisch“, sagt Geschäftsführer Klaus Hahn. „Seelische Störungen führen auch im privaten Umfeld häufig zu sozialer Isolation. Diese wird durch Beschäftigungslosigkeit verstärkt.“ Einsamkeit wirkt sich wiederum negativ auf die seelische Gesundheit aus.

Genauso ist es Heike Förster ergangen. Die 41-Jährige erkrankte erstmals im Alter von 13 Jahren psychisch. Nach mehreren längeren Klinikaufenthalten konnte sie als junge Erwachsene zwar in ihrer eigenen Wohnung leben. Sie war aber sozial isoliert. „Ich saß Zuhause und mir fiel die Decke auf den Kopf.“ Unterstützung erhielt sie durch das Ambulant Betreute Wohnen der Reha GmbH. „Meine Betreuer ermutigten mich damals immer wieder, im Zuverdienst zu arbeiten.“ Doch die junge Frau hatte zunächst Bedenken: „Ich war sehr krank und vor allem auch ganz, ganz schüchtern. Ich habe kaum ein Wort herausgebracht.“ Wer Heike Förster heute sieht, kann sich das kaum vorstellen – so offen und reflektiert, wie sie über ihr Leben und ihre Krankengeschichte berichtet. Bis dahin war es aber ein langer Weg.

Vom 1,5-Stunden-Job zur regelmäßigen Beschäftigung

Eine Frau steht hinter einer Theke und lässt einen Käsekuchen vom Abkühlrost auf eine Platte gleiten und lächelt dabei freundlich in die Kamera.Die junge Frau stimmte schließlich einer Beschäftigung zu und startete mit nur 1,5 Stunden in der Kontakt- und Beratungsstelle Café Regenbogen. „Anfangs konnte ich selbst diese kurze Zeit nicht durchhalten.“ Doch ganz allmählich übernahm sie immer mehr Aufgaben und steigerte die Arbeitszeit. Mittlerweile hat Heike Förster eine reguläre 450-Euro-Stelle als Hauswirtschafterin im Café Regenbogen. „Das entspricht einer geringfügigen Beschäftigung auf dem ersten Arbeitsmarkt“, sagt Jörg Achterberg, Leiter der Kontakt- und Beratungsstelle. „Heike managt den hauswirtschaftlichen Bereich und nimmt mir darüber hinaus noch so manche Aufgabe ab. Sie ist wirklich eine tolle Mitarbeiterin.“

Große Nachfrage

Seit Start des Hilfsangebots vor 20 Jahren arbeiten durchschnittlich zwischen 20 und 40 Frauen und Männer im Zuverdienst der Reha GmbH. Die Aufgaben reichen von Montagetätigkeiten über Hausmeisterservice bis zu hauswirtschaftlichen Dienstleistungen und Catering. Und die Nachfrage ist groß: „Die Erwerbsminderungen wegen seelischer Störungen sind stark angestiegen. Und wir betreuen immer mehr junge psychisch erkrankte Menschen im Übergang zwischen Schule und Beruf“, sagt Klaus Hahn.  Im Café Regenbogen an der Bahnhofstraße sind aktuell sieben „Zuverdienstler“ beschäftigt mit ganz unterschiedlichen Bedürfnissen. „Bei uns arbeiten chronisch Erkrankte mit früheren langen Klinikaufenthalten ebenso wie Menschen, die durch ihre Erkrankung ganz plötzlich aus dem Berufsleben herausgerissen wurden“, berichtet Jörg Achterberg. Und nicht zuletzt gebe es eine zunehmende Zahl junger Menschen, die noch vor dem Sprung ins Berufsleben stehe.

Selbständiger und seelisch stabiler im Zuverdienst

Junger Mann schaut fröhlich lächelt durch eine Durchreiche und schiebt gibt deine blaue Thermoskanne heraus.Zu ihnen gehört auch Marc Kramer*, der mehrmals wöchentlich im Café bedient. Der heute 24-Jährige musste wegen seiner Angststörung die Schule verlassen. „Danach hatte ich extreme Rückzugstendenzen.“ Der Schüler verbrachte viele Tage einfach im Bett. Aus dem Haus wagte er sich kaum noch. Sozialpsychiatrische Unterstützung erhielt der Lengericher damals noch nicht. Doch seine Ergotherapeutin vermittelte ihn dann in den Zuverdienst. Die Aufnahme ist ganz einfach ohne Verordnung oder Kostenbewilligung möglich. Denn der Kreis Steinfurt fördert das Angebot auf freiwilliger Basis. Über diesen unbürokratischen Einstieg kam Marc Kramer zu weiteren tagesstrukturierende Hilfsangeboten. „Mittlerweile kann ich mir wieder vorstellen, eine Ausbildung zu machen. Mir geht es gesundheitlich ganz klar besser und ich bin selbständiger geworden.“

Und das ist ein ganz wichtiger Aspekt am Zuverdienst: Ob er nun eine Vorbereitung für den ersten Arbeitsmarkt, einen Werkstattarbeitsplatz oder dauerhafte Beschäftigung ist, in den meisten Fällen profitieren die Betroffenen gesundheitlich. Das hat auch Heike Förster erlebt. Sie fühlt sich heute psychisch stabiler und benötigt deutlich weniger Medikamente als früher. Und sie ist überzeugt: „Die regelmäßige Beschäftigung hat einen sehr großen Anteil daran.“

* Der Name des Klienten wurde geändert.

Mitarbeitende der Reha GmbH und der Saxion Hochschule stehen beim Saxion-Symposium auf einer Treppe vor der Villa und lachen in die Kamera. Zwei halten ein rotes Dreieck mit Luftballons in der Hand, das für den Trialog steh. 16 Jan 2020

BY: Andrea Rehder

Aktuelles

Saxion-Symposium bei der Reha GmbH

Saxion-Symposium – Praxis meets Wissenschaft

Großes Gedränge in der Tagesstätte „Die Villa“ der Reha GmbH: Bis zur Eingangstür stehen die rund 60 Teilnehmenden zu Beginn des Symposiums „Take Care“. Veranstalter ist die Saxion University of Applied Sciences in Enschede. Mitarbeitende der Reha GmbH, der Ledder Werkstätten, Klienten und ihre Angehörigen sowie Dozenten und Studierende der niederländischen Hochschule möchten sich hier heute unter fachlicher Anleitung austauschen. „Unsere gemeinsame Veranstaltung ist ein gutes Beispiel für den Wissenstransfer zwischen Praxis und Wissenschaft. Und ich hoffe, dass es Schule macht“, sagt Annette Gleßner, Dozentin der Saxion und Koordinatorin des Symposiums, in ihrer kurzen Begrüßung.

Gelungener Wissenstransfer

Die Reha GmbH arbeitet schon seit mehreren Jahren mit der Hochschule in Enschede zusammen. So gehören Geschäftsführer Herbert Isken und die Sozialarbeiterin Ute Casser zu externen Sachverständigen, die praktische Bachelorprüfungen im deutschen Studiengang „Social Work – Teilzeit“ begleiten. Die Externen bringen praktische Expertise mit. Zudem sollen sie die Transparenz der Prüfungen erhöhen, da sie auch die Prüfer selbst befragen können. Die Reha GmbH profitiert dabei vom fachlichen Austausch mit Studierenden und Wissenschaftlern. „Die Praxisorientierung der Saxion ist etwas Besonderes“, betont Herbert Isken. „Ein Konzept, das sich in der Qualität der Ausbildung zeigt. Viele unserer sozialpsychiatrischen Fachkräfte sind Absolventen der Enscheder Hochschule.“

Auftakt zum Saxion-Symposium: Herbert Isken, Geschäftsführer der Reha, bei seiner Begrüßungsansprache. Er steht neben einem Flipchart. Neben ihm stehen zwei Frauen, im Vordergrund sitzt ein Mann.
Begrüßungsansprache von Geschäftsführer Herbert Isken.

Nach der Begrüßung löst sich das Gedränge in der „Villa“ rasch auf. Die Anwesenden verteilen sich auf vier Räume auch in Nachbargebäuden der Reha GmbH. Hier leiten jeweils drei bis vier Studierende Workshops zu verschiedenen Themen, die gleichzeitig ihre praktischen Bachelorprüfungen sind. Alle vier Themen sind Vorschläge der Reha GmbH:

– Trialog – Austausch auf Augenhöhe – Menschen aktiv im psychiatrischen Kontext beteiligen

– Jeder Mensch ist Experte des eigenen Lebens – Systemische Perspektiven in der Tagessätte und im Ambulant betreuten Wohnen

– (Mit-)Entscheiden oder machen lassen? – Mitwirkung und Mitbestimmung im Rahmen des Betreuten Wohnen

– Institutionelle Schutzkonzepte – Rechte haben, Rechte kennen.

Rollenspiel beim Workshop, eine Frau und ein Mann sitzen in einem Seminarraum einer weiteren Frau gegenüber.
Rollenspiel von Studierenden im Trialog-Workshop

Bachelor-Prüfungen in ganz realer Situation

 „Mit den Themenvorschlägen der Reha GmbH beziehen wir aktuelle Herausforderungen aus der beruflichen Praxis direkt in unsere Prüfungssituation mit ein“, erklärt Annette Gleßner den Nutzen dieser Vorgehensweise. Zudem finden die Prüfungen auf dem Symposium in einer ganz realen Situation statt. Die Studierenden leiten den Austausch zwischen Betroffenen, Angehörigen sowie den Fachkräften an und moderieren ihn auch. Die gesamte Veranstaltung ist damit trialogisch konzipiert. Zudem gibt es noch einen Workshop, der sich explizit mit dem Thema beschäftigt. Aus (sozial-)psychiatrischer Sicht steht der Trialog für eine Beteiligungskultur. Ein wichtiges Ziel ist es, die einseitige Definitionsmacht der psychiatrisch Tätigen in eine demokratische Handlungskultur zu überführen. Der gleichberechtigte Austausch von Betroffenen, Angehörigen und Fachkräften soll das gegenseitige Verstehen verbessern. Dies soll unter anderem einen Perspektivwechsel ermöglichen, Respekt und Akzeptanz untereinander schaffen.

Betroffene wünschen sich mehr Akzeptanz

Aufnahme von einem mit rot beschriebenen Flip-Chart-Blatt. Hier sind Wünsche der Workshop-Teilnehmenden vermerkt, wie mehr Toleranz und Verständnis, mehr Austausch, regelmäßige Termine mit Angehörigen.Doch gerade bei der Akzeptanz hapert es häufig, wie Betroffene im Workshop berichten. Sie wünschen sich mehr Verständnis und einen offeneren Austausch mit ihren Angehörigen. Eine Tagesstätten-Klientin berichtet, wie schwierig es sei, mit seiner Krankheit von der Familie akzeptiert zu werden. Die 36-jährige hatte sich sehr gewünscht, dass ihre Mutter zum Workshop kommt. Leider habe sie abgesagt. Tatsächlich ist nur eine Angehörige dabei. Daniele Stich, Mutter eines erwachsenen psychisch erkrankten Sohnes, findet den  gleichberechtigten Austausch gut und wichtig: „Man lernt, sich gegenseitig besser zu verstehen. Dann kann man als Angehöriger auch mit psychischen Krisensituationen besser umgehen.“

Gleichberechtigtes Miteinander

Deutlich wird auch, wie wichtig die Gleichberechtigung im Miteinander ist. „Andere meinen oft, besser zu wissen, was gut für mich ist“, berichtet eine Klientin. Diese Erfahrung hat auch der 39-jährige Max gemacht. Seine frühere Frau begleitete ihn häufig zur Therapie und lies ihn dann selbst kaum zu Wort kommen. Im Workshop beim Saxion-Symposium wünschen sich die Betroffenen mehr Raum für sich selbst, Toleranz und Verständnis. Auch von der Öffentlichkeit. Eine psychische Erkrankung sei noch immer ein Stigma.

Am Ende des Symposiums in der Villa herrscht Einigkeit: Eine gelungene Veranstaltung, die wiederholt werden sollte. Die Mitorganisatorin von der Reha GmbH Ute Casser betont, wie souverän die Prüflinge ihre Aufgabe gemeistert haben. Ihr fiel vor allem der wertschätzende Umgang mit den unterschiedlichen Workshop-Teilnehmenden positiv auf. „Eine Prüfungssituation in der Praxis ist ja wie ein Sprung ins kalte Wasser. Die Studierenden wissen gar nicht, was auf sie zukommt“, sagt die Sozialarbeiterin. Für Annette Gleßner macht genau diese Herausforderung aber auch die besondere Qualität von Prüfungen in der Praxis aus. „Sie ermöglichen einen Blick über den Tellerrand und sind eine gute Vorbereitung für berufliche Anforderungen.“

“Vom Austausch beim Saxion-Symposium konnten alle profitieren”

Die Prüfer der Saxion haben sich vor allem über die vielen Diskussionsbeiträge der Nutzer gefreut. „Für uns ist das auch eine Bestätigung. Unsere Klientinnen und Klienten sind es gewohnt, sich einzubringen“,  freut sich Tagesstätten-Leiterin Bärbel Brengelmann-Teepe. „Selbstbestimmung und Teilhabe werden bei der Reha GmbH großgeschrieben.“ Gleichzeitig sei die Veranstaltung ein Ansporn, sich zukünftig noch stärker für den Trialog und die Einbeziehung der Angehörigen zu engagieren. Hier sei noch viel Aufklärungsarbeit zu leisten. Häufig fühlten sich Familienangehörige mitschuldig an der psychischen Erkrankung eines Angehörigen, so die Sozialpädagogin. Dabei seien sie eine der wichtigsten Ressourcen. Das hätten auch die Diskussionen in den Workshops wieder deutlich gemacht. Die Sozialpädagogin ist sich mit ihrer Kollegin Ute Casser einig: „Von dem heutigen Austausch konnten wir alle profitieren.“

 

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