Öffnung mit Auflagen: Das Foto zeigt eine Aussenaufnahme der Villa, in der die Tagesstätte untergebracht ist. Im Vorgarten stehen Skulpturen. Im Fenster spiegelt sich ein gegenüberliegendes gelbes Gebäude. 19 Mai 2020

BY: Andrea Rehder

Aktuelles

Villa: Öffnung mit Auflagen

Öffnung mit Auflagen – Tagesstätte “Die Villa” nimmt eingeschränkt Betrieb auf

Wiedersehensfreude in der „Villa“: Über zwei Monate lang musste die Tagesstätte wegen der Corona-Pandemie vorsorglich schließen. Jetzt ist eine schrittweise Öffnung mit Auflagen wieder möglich.

Ab dem 18. März durften die Nutzerinnen und Nutzer die „Villa“ nicht mehr betreten. Dies hatte ein Erlass des nordrhein-westfälischen Gesundheitsministeriums geregelt. Mit viel Engagement und Kreativität waren die Mitarbeitenden weiter für die Klienten da: es fanden täglich virtuelle Gruppentreffen und regelmäßige Telefonate statt. Auch persönliche Begegnungen waren unter Beachtung der Hygiene- und Abstandsregeln möglich.

Umfangreiches Schutzkonzept soll Ansteckung verhindern

Blick auf die Aussentreppe der Villa, die zum Eingang führt und auf der die Gehrichtungen mit schwarz-gelbem Klebeband markiert sind.Wenn jetzt die Tagesstätte wieder ihren Betrieb aufnimmt, wird sehr vieles anders sein als vor der Schließung. Leiterin Bärbel Brengelmann-Teepe hat ein fast zehnseitiges Konzept mit Schutzmaßnahmen entwickelt und beim Landschaftsverband Westfalen-Lippe als Kostenträger eingereicht. Zuvor hatten Ordnungs- und Gesundheitsamt die Schutzmaßnahmen genehmigt. Um eine Ansteckung von Nutzenden und Mitarbeitenden zu verhindern, müssen nun alle hohe Sicherheitsauflagen beachten.

Die wohl gravierendste Änderung ist: Um die Abstandsregeln einhalten zu können, dürfen sich im Moment nicht mehr alle Klientinnen und Klienten gleichzeitig in der Villa aufhalten. „Wir mussten zwei Gruppen bilden und eine Lösung finden, wie diese Gruppen getrennt voneinander die Tagesstätte weiternutzen können“, berichtet Bärbel Brengelmann-Teepe. Bei dieser Entscheidung zog die Sozialpädagogin die Klientinnen und Klienten aktiv mit ein. Gemeinsam diskutierten sie verschiedene Modelle.

Aufteilung in zwei Gruppen

Die Entscheidung fiel schließlich auf die tageweise Öffnung der Villa für die einzelnen Gruppen. Das bedeutet: In der einen Woche kommt Gruppe 1 jeweils montags, mittwochs und freitags von 10:00 bis 15:00 Uhr in die Tagesstätte und die Gruppe 2 zur selben Uhrzeit dienstags und donnerstags. In der folgenden Woche tauschen die Gruppen die Wochentage.

Insgesamt sieht das Sicherheitskonzept umfangreiche Maßnahmen für die Mitarbeitenden, die Klientinnen und Klienten sowie die Ausgestaltung und Nutzung der Räume vor. Darüber hinaus gibt es noch Regelungen für die Gruppentreffen und Pausenzeiten sowie die Zutrittsvoraussetzungen. Für letztere sind unter anderem das tägliche kontaktlose Messen der Körpertemperatur, das Anlegen einer Mund-Nasen-Maske, Händedesinfektion sowie das Ausfüllen eines kurzen Formulars erforderlich.

Die zwei verschiedenen Gruppen werden beim tagesstrukturierenden Angebot in Kleingruppen aufgeteilt. Diese machen zu unterschiedlichen Zeiten Pause und arbeiten mit fest zugeordneten Mitarbeitenden zusammen. „So soll im Fall einer Infektion eine Ausbreitung des Virus auf die anderen Nutzer und Kollegen möglichst verhindert werden.“

Markierungen und Plexiglasscheiben

Um die Einhaltung der Abstandsregeln gewährleisten zu können, hat die Villa-Leiterin mehrere Tage mit den Hausmeistern die Räume sowie den Außenbereich vorbereitet. Markierungen auf dem Boden, Plexiglasscheiben und Absperrbänder gehören jetzt zum Bild. „Es kommt uns ein bisschen wie bei einem Geschicklichkeitsparcours vor. Aber wir werden uns sicherlich an die Abläufe gewöhnen.“ Wichtig sei zunächst einmal, dass nach so langer Isolation überhaupt wieder persönliche Begegnungen stattfinden könnten.

Foto von einem Tisch an dem Sitzplätze mit mobilen Plexiglasscheiben voneinander getrennt sind.  Öffnung mit Auflagen: Ein Blick in den Garten der Tagesstätte zeigt Markierungen mit rot-weißen dünnen Pfosten zur Einhaltung der Abstandsregeln.

Café Regenbogen öffnet schrittweise: Das Foto zeigt einen einen Blick in die Kontakt- und Beratungsstelle mit einer Reihe von Tischen und Stühlen vor einer Wand mit verschiedenen Bildern. 18 Mai 2020

BY: Andrea Rehder

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Café Regenbogen öffnet schrittweise

Soziale Kontakte mit Sicherheitsvorkehrungen: Café Regenbogen öffnet schrittweise

Gute Stimmung in der Kontakt- und Beratungsstelle: Das Café Regenbogen öffnet schrittweise ab dem heutigen Montag. Wegen der Corona-Pandemie war das Hilfsangebot der Reha GmbH durch einen Erlass der nordrhein-westfälischen Landesregierung vorsorglich geschlossen worden. Nun darf es seine Türen wieder öffnen, zumindest eingeschränkt. “Das ganze Team steht in den Startlöchern und alle freuen sich, dass es wieder losgeht“, sagt Leiter Jörg Achterberg. „Auch wenn wir uns alle sicherlich noch an die neuen Abläufe gewöhnen müssen.“ Um die Kontakt- und Beratungsstelle wieder öffnen zu dürfen, musste der Sozialpädagoge ein umfassendes Konzept erarbeiten. Darin legte er fest, wie Ansteckungen mit dem SARS-CoV-2-Virus verhindert werden können. Das Ordnungsamt der Stadt Lengerich hat den umfangreichen Maßnahmenkatalog genehmigt.

Vor Eintritt Temperatur messen

„Wir möchten Menschen mit psychischen Erkrankungen nach der langen Phase der Isolation wieder mehr soziale Kontakte ermöglichen. Gleichzeitig tun wir alles, um eine Ansteckung von Besuchern und Mitarbeitenden zu verhindern.“ Und das sind die wichtigsten Maßnahmen, mit denen eine Ausbreitung des Virus verhindert werden soll:

Das Café ist derzeit ausschließlich für Betroffene geöffnet und nicht wie sonst auch für die allgemeine Öffentlichkeit. Gruppenangebote wie Frühstück oder Mittagessen sind aktuell nicht möglich. Die Außentür bleibt geschlossen, Besucher können klingeln und werden dann persönlich hereingelassen. „So können wir sowohl die maximale Besucherzahl von zehn Personen gewährleisten als auch die Einhaltung der Sicherheitsvorkehrungen“, erklärt Jörg Achterberg. Und davon gibt es im Moment eine ganze Menge. Gäste mit Erkältungssymptomen dürfen die Kontaktstelle gar nicht erst betreten, bei allen anderen wird sicherheitshalber Fieber gemessen.

Hygieneregeln für Gäste und Mitarbeitende

Zudem steht im Eingangsbereich Desinfektionsmittel bereit. Im gesamten Café muss eine Atemmaske getragen werden, die lediglich beim Essen und Trinken abgenommen werden kann. Pro Tisch ist jeweils ein Gast erlaubt, es sei denn mehreren Personen stammen aus demselben Haushalt. Und ähnlich wie beim Friseur und anderen Einrichtungen müssen alle Gäste ihre Kontaktdaten in eine Liste eintragen, damit gegebenenfalls Infektionsketten nachvollzogen werden können. Im gesamten Cafébetrieb gelten weitere Regeln, um die erforderlichen Abstände einhalten zu können. „Wir erklären jedem Gast beim Eintritt in aller Ruhe die notwendigen Maßnahmen“, betont Jörg Achterberg.

Für das Mitarbeitenden-Team haben sich die Abläufe ebenfalls stark geändert. „Wir messen auch regelmäßig die Körpertemperatur und natürlich achten wir auf regelmäßige Handdesinfektion und tragen Mund-Nasen-Schutz.“ Auch sämtliche Flächen im Café werden regelmäßig desinfiziert. Die neuen Maßnahmen müssten nun zunächst in der Praxis erprobt werden. „Wenn wir mit dieser vorsichtigen Vorgehensweise ausreichend Erfahrungen gesammelt haben, sind hoffentlich bald weitere Lockerungen möglich“, so Jörg Achterberg.

Neue Öffnungszeiten

Einfacher sind die Regelungen für die unbürokratische und kurzfristige Beratung in Krisensituationen. „Diese kann wie bisher auch von Menschen in Anspruch genommen werden, die zuvor noch keinen Kontakt zu uns hatten.“ Allerdings müsse im Vorfeld ein Gesprächstermin telefonisch vereinbart werden. Beim persönlichen Gespräch bestünde ebenfalls Maskenpflicht. Selbstverständlich werde auch auf die Einhaltung des Mindestabstands geachtet.

Wegen der aktuellen Sicherheitsvorkehrungen haben sich auch die Öffnungszeiten der Kontakt- und Beratungsstelle geändert.

Das Café Regenbogen ist montags, dienstags, mittwochs, freitags und samstags von 15:00 bis 18:00 geöffnet und donnerstags von 17:00 bis 20:00 Uhr. Eine Beratung kann nach vorheriger telefonischer Absprache auch außerhalb dieser Öffnungszeiten stattfinden.